Raymond Ley

Regisseur • Drehbuchautor
Raymond Ley Poster

Leben & Werk

Spätestens seit er 2005 das Doku-Drama „Die Nacht der großen Flut“ über die Hamburger Flutkatastrophe von 1962 inszenierte, gilt der Filmemacher Raymond Ley als Spezialist für herausragende Dokufiction.

Geboren wurde Raymond Ley am 16. Oktober 1958 im hessischen Kassel. Ab 1979 studierte er an der dortigen Hochschule für bildende Künste mit Schwerpunkt Film und Fernsehen. Der Mitbegründer des Filmladens Kassel realisierte seit 1982 eigene Spielfilmprojekte und arbeitet seit 1991 als freier Regisseur und Autor unter anderem für ARD, ZDF, MDR, NDR und 3sat. Der als Perfektionist bekannte Autor und Regisseur machte sich einen Namen mit der Verfilmung historischer Stoffe und inszenierte Doku-Dramen wie „Aus Liebe zu Deutschland – Eine Spendenaffäre“ (2003) und „Die Nacht der großen Flut“ (2005). Dem mehrfach ausgezeichneten Film folgten mit „Helm ab zum Jubiläum – 50 Jahre Bundeswehr“ (2005) und „Eschede Zug 884“ (2007/2008) weitere herausragende Doku-Dramen. In einem seiner aktuellsten Werke, dem aufwändigen Doku-Drama „Eichmanns Ende: Liebe, Verrat, Tod“ (2010) mit Herbert Knaup als Adolf Eichmann, erzählt Ley in einer gelungenen Mischung aus Spielszenen und Zeitzeugen-Berichten die Geschichte der Festnahme eines der größten Kriegsverbrecher des Dritten Reichs. Als Cheforganisator der Deportationen in die Vernichtungslager trug Eichmann Mitverantwortung für die Ermordung von sechs Millionen Juden.

Für seine Filme wurde Raymond Ley bereits mehrfach ausgezeichnet. So bekam er 1992 als Autor gemeinsam mit der Redaktion des Satire-Magazins „Kaos“ einen Silbernen Grimme-Preis. Für seinen Film „Die Nacht der großen Flut“, bei dem Ley für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete, erhielt er 2006 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Dokumentation“. Raymond Ley lebt in Berlin. (ut)

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