Alle Bilder und Videos zu Raquel Welch

Leben & Werk

Sie war eines der größten Sexsymbole aller Zeiten und gelangte im Fellbikini zu Leinwandruhm. Während andere Frauen über Emanzipation und die klassenkämpferische Funktion des Orgasmus debattierten, hing ihr Foto während des Vietnamkriegs in jedem Spind amerikanischer Soldaten. Raquel Welch zeigte, was sie hatte, mit den Traummaßen 93-59-89 zierte sie noch als reife Frau eines der besten Playboy-Pictorials (weil sie da nie vollkommen nackt war) und auch wenn sie keine Charakterdarstellerin war, füllte die üppige Schönheit ihre Rollen gut und glaubhaft aus. Ihr langes, kastanienbraunes Haar, die herausfordernden Samtaugen, ihr temperamentvolles Auftreten und Talent machten sie zum Star. In Hollywood wie in Europa als Blickfang mit sagenhaften Kurven eingesetzt, hatte Welch ihre größte Zeit zwischen 1965 und 1973, kassierte Millionengagen, war 1966 die meistfotografierte Frau des Jahres, trat als Tänzerin und Sängerin auf und gab während der Fitness-Welle der 80er-Jahre wie ihre Kolleginnnen Jane Fonda und Farrah Fawcett-Majors ein Workout-Buch und Aerobic-Videos heraus. Raquel Welch mag die Höhlenmaler der Steinzeit inspiriert haben, als sie 1965 im Fantasy-Hit „Eine Million Jahre vor unserer Zeit“ im zerfledderten Lederbikini vor Dinos und Neandertalern flüchtete und die Poster mit ihren für damale Zeiten freizügigen Posen aus dem Steinzeit-Liebesdrama zum Verkaufsschlager machte. Sie reiste im SF-Klassiker „Die phantastische Reise“ verkleinert durch den Körper eines Menschen und kämpfte gegen Arterien und Bakterien. Ihr deutscher Partner Martin Held konnte sich in Michael Pfleghars Episode zu „Das älteste Gewerbe der Welt„, wo sie in reizvollen Dessous auftrat, aus sichtbarer Nervosität vor diesem Prachtweib nicht konzentrieren – und sie stahl ihm die Schau. Als ihr Stern in den USA sank, wo sie in Burt Kennedys Western „Hannie Caulder“ nackt unter dem Poncho einen weiblichen Clint Eastwood spielte, ging Welch nach Europa und wurde Kultstar. Niemand wird ihre Constance Bonnacieux aus Richard Lesters Alexandre-Dumas-Verfilmungen „Die drei Musketiere“ und „Die vier Halunken der Königin“ (1972/73) vergessen. Wegen ihrer Sportlichkeit war sie die ideale Partnerin als Stuntfrau und Ehefrau von Jean-Paul Belmondo in Claude Zidis ausgelassener und unterschätzter Komödie „Ein irrer Typ“.

Raquel Welch wurde 1940 als Jo Raquel Tejada in Chicago geboren, konnte passabel singen, arbeitete als Model und wusste in jungen Jahren auf Bühnen am Broadway zu gefallen. Mit Schulfreund James Welch verheiratet (1958-1963), hatte sie da schon zwei Kinder, mit denen sie nach der Trennung allein nach Hollywood zog, wo sie sich in Nebenrollen (Elvis-Film „König der heißen Rhythmen“) durchschlug, bis sie 1963 PR-Manager Patrick Curtis (Ehemann von 1964-1972) kennen lernte. Der sah die Goldader und machte sie mit geschickten Medienmanövern bekannt, bis sie 1965 ihren endgültigen Durchbruch schaffte. Mitte der 70er-Jahre reichte es ihr nicht, Sexsymbol zu sein, sie trat mit einer Personality-Show auf einer Welttournee von Las Vegas bis Paris auf. 1980 wurde sie von MGM fristlos gekündigt und in „Cannery Row“ von Debra Winger ersetzt; Welch verklagte des Studio daraufhin erfolgreich und erhielt zehn Millionen Dollar Abfindung. In den folgenden Jahren war sie hin und wieder zu sehen, so in „Natürlich blond“ oder „Tortilla Soup„. In „Die nackte Kanone 33 1/3“ gab ihr Leslie Nielsen einen Slapstick-Tritt, ein unnötiger Nachklapp. Raquel Welch wurde 1973 als Beste Schauspielerin in „Die drei Musketiere“ mit dem Golden Globe ausgezeichnet und erhielt 1980 für ihre Rolle als Indianerin in der Serie „The Legend of Walks Far Woman“ den Western Heritage Award. Außer mit Welch und Curtis war sie von 1980 bis 1990 mit André Weinfeld und von 1999 bis 2003 mit dem Restaurator Richard Palmer verheiratet. Partner Burt Reynolds (Cop-Thriller „Auf leisen Füßen kommt der Tod“): „Sie hat ein großes Herz, das sie hinter wunderschönen Brüsten versteckt.“

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