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Leben & Werk

Amerikanischer Filmschauspieler (1898-1987). Außer John Wayne, Gary Cooper und Clint Eastwood hat niemand die Figur des Westernhelden und seine Entwicklung stärker geprägt als Randolph Scott. Vom einfachen Cowboy auf der Prärie und bei Trecks über den Post- und Rodeoreiter bis zum Sheriff und Marshall, der Städte von Banditen befreit, stellte der 1,93 Meter hoch gewachsene Scott das gesamte Personal des Western dar. Immer integer, verkörperte Scott die Tugenden der Pioniere, Siedler und Grenzer. Scott beendete nach über dreißig Jahren seine Karrier mit einem Zyklus von Western, die er 1956-1960 unter Budd Boettichers Regie und in eigener Produktion drehte. In diesen Meisterwerken des Genres spielte er gealterte Westerner. Einen würdigen Abschied gab er 1962 in Sam Peckinpahs „Sacramento“.

George Randolph Scott wurde 1898 in Orange, Virginia geboren, besuchte eine Privatschule, das Georgia Insitute of Technolgy in Atlanta und schloss an der University of North Carolina ein Ingenieurstudium ab. 1928 ging er nach Hollywood, erhielt einen Vertrag bei Paramount, nahm in den Credits ungenannte Rollen u.a. als Liebhaber an. Scott avanciert zum Western-Star und spielte unter der Regie von Henry Hathaway („The Thundering Herd“, „Man of the Forest“, 1933) und als Wyatt Earp unter Allan Dwan („Frontier Marshall“, 1939). In diesen Jahren wohnte Scott mit Cary Grant in einer Art WG in einem Bachelor House genannten Strandhaus, in dem Frauen ein- und ausgingen, bis Grant 1942 heiratete.

Während des Zweiten Weltkriegs entstanden mit „Goldschmuggel nach Virginia“, „Die Bande der Fünf“ und Fritz Langs „Western Union“ Klassiker des Western. Scott spielte in den Jahren auch Uniformrollen in Kriegsfilmen („Am Himmel von China“, „Operation Donnerschlag“). In dem besonders schönen Abenteuerfilm „The Spoilers - Die Freibeuter“ ist Scott unter Goldgräbern in Alaska der Rivale von John Wayne um die Gunst von Marlene Dietrich und liefert sich mit dem Duke eine legendäre Schlägerei.

Um der Routine von Serienarbeit und B-Movies zu entkommen, gründete Scott 1951 mit dem Produzenten Harry Joe Brown die Firma Ranown Pictures, die außer Klassikern wie „Der Nevada-Mann“, „Donnernde Hufe“ und „Der Teufel im Sattel“ 1956-1960 eine Reihe herausragender Western herstellte. Der so genannte Ranown-Zyklus, bei dem Budd Boetticher (1916-2001) Regie führte, umfasst „Der Siebente ist dran“, „Um Kopf und Kragen“, „Fahrkarte ins Jenseits“, „Sein Colt war schneller“, „Auf eigene Faust„, „Messer an der Kehle“ und „Einer gibt nicht auf„. In diesen Western war ein Scott gealterter Westernheld, zynisch, desillusioniert, verhärtet wie die steinernen Felslandschaften, durch die er als Einzelgänger und tragischer Held reitet. Die einfachen, linear strukturierten Storys mit klaren Konflikten (Rache für den Mord an einer Frau, Rivalität, Raubüberfälle) benötigten keine psychologische Unterfütterung (wie bei Anthony Mann und James Stewart), waren schöne runde Geschichten um die Regeln des Genres, 80 Minuten, in 18 Tagen gedreht.

Scotts letzter Film war Sam Peckinpahs erstes Meisterwerk und mit John Fords „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ der erste Spätwestern. In „Ride the High Country - Sacramanto“ (1962) spielt Scott an der Seite von Joel McCrea, auch einen Western-Veteranen: Dden Revolverhelden Gil Westrum, der bei einem Goldtransport eigene Pläne verfolgt und in einer traumhaften Herbstlandschaft im Gebirge draufgeht - ein idealer Abschied.

Danach zog sich Scott vom Film zurück, lebte auf seiner Ranch und starb als reicher Mann, der sein Vermögen klug angelegt und bei Börsenspekulationen vermehrt hatte. Scott war von 1936-39 mit Mariana du Pont Somerville und von 1944 bis zu seinem Tod 1987 mit Patricia Somerville (zwei Kinder) verheiratet.

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