Alle Bilder und Videos zu Prof. Peter Weck

Leben & Werk

Österreichischer Schauspieler, Theaterintendant und Regisseur. Vom Wiener Sängerknaben über eine reichhaltige Theater Erfahrung als Schauspieler und Intendant, der Wien als Musical-Stadt etablierte, aber auch als Publikumsliebling in Film und Fernsehen, wo er in über 150 Rollen und als Regisseur von über 40 Filmen in beiden Medien tätig war, hat Peter Weck eine erfüllte Karriere hinter sich. Sympathischer Filou, spitzbübischer Sonnyboy, dem man nicht böse sein kann, und immer Charmeur vom Scheitel bis zur Sohle, spielte Weck flotte Sünder und fesche Liebhaber, später graumelierte Herren und Bonvivants, die sich durch Schlagfertigkeit, trockenen Humor und Witz auszeichnen. Weck war Filmpartner von Romy Schneider („Sissi“), Cornelia Froboess, Senta Berger, Heidelinde Weis und Fritz Eckhardt. Er inszenierte Filme mit Uschi Glas, Roy Black, Peter Alexander und Theo Lingen. Nach einer längeren Pause, während der er seine 2010 erschienenen Erinnerungen verfasste, spielte Peter Weck 2010 wieder als Vater von Erol Sander in der TV-Romanze „Die Liebe kommt mit dem Christkind“ und 2011 an der Seite von Christiane Hörbiger in der TV-Komödie „Meine Oma ist die Beste“.

Peter Weck wurde 1930 in Wien als zweiter Sohn eines Fabrikanten für Bierflaschenverschlüsse geboren, trat mit neun Jahren ins Gymnasium der Wiener Sängerknaben ein, wo er als Sopran Solist sang, und studierte nach der Matura 1949-51 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Klavier, Klarinette und Fagott. Er brach das Studium ab, studierte Maschinenbau, brach das Studio ab und studierte am Max-Reinhardt-Seminar Wien, das er mit Auszeichnung abschloss. 1953 debütierte er am Stadttheater Klagenfurt, es folgten Wiener Burgtheater und Bühnen in München, Hamburg und Berlin. Wecks „Schicksalsrolle“ wurde der Stani in Hugo von Hofmannsthals „Der Schwierige“ sowie Charaktere von Arthur Schnitzler („Liebelei“, 1958 TV-Aufzeichnung unter der Regie von John Olden). 1983 wurde Weck Direktor des Theaters an der Wien, wo er mit Andrew Lloyd Webbers „Cats“ und „Das Phantom der Oper“ Rekorde aufstellte, 1987 Generalintendant der Vereinigten Bühnen Wien (Theater an der Wien, Raimundtheater, Varieté Romacher).

Weck debütierte 1954 im Kinofilm „Und der Himmel lacht dazu“, war Erzherzog Carl-Ludwig in „Sissi“ und Prinz Heinrich von Oranien in „Mädchenjahre einer Königin“ (mit Romy Schneider). In den 50er- und 60er-Jahren spielte er in zahllosen in Komödien („Liebesgrüße aus Tirol“), Heimatfilmen („An der Donau, wenn der Wein blüht“, „Heimatlos“, „Mariandl“) und Schlagerfilmen („Gitarren klingen leise durch die Nacht“, „Rote Lippen soll man küssen“). Er turtelte mit Cornelia Froboess und Senta Berger in „Junge Leute brauchen Liebe“ (1961) und war in einer ernsten Rolle in Otto Premingers „Der Kardinal“ (1963) Wiener Jude, der nach dem Anschluss 1938 aus dem Fenster springt. Ab 1969 übernahm Weck Regieaufgaben und inszenierte Unterhaltungsfilme mit Uschi Glas und Roy Black („Hilfe, ich liebe Zwillinge!“, „Wenn das mein Schätzchen wüsste“) und Peter Alexander („Hauptsache Ferien“) sowie drei „Tatort“-Krimis.

Zum populären TV-Star wurde Weck als Filmsohn von Fritz Eckhart (Tatort-Inspektor Marek) in der Serie „Wenn der Vater mit dem Sohne“ (ORF/ARD; 13 Folgen 1971) und als Werbegrafiker Werner Schumann in „Ich heirate eine Familie“ (ZDF; 14 Folgen 1983-86; mit Thekla Carola Wied), wo er die ursprünglich für Harald Juhnke gedachte Rolle übernahm und Regie führte. Er inszenierte den Kinofilm „Diebinnen“ (1996, mit Hörbiger) und TV-Komödien und Romanzen wie „Ein Schutzengel auf Reisen“ (1997) und „Die Rosenkönigin“ (2007). Häufigste Filmpartnerin war Heidelinde Weis („Glück auf vier Rädern„, „Drei unter einer Decke„, „Ein Ferienhaus auf Ibiza“, „Fliege kehrt zurück“, „Fliege hat Angst„). Zu Wecks ernsten Rollen gehören der Nazi-Chefredakteur in „Aimée & Jaguar“ (1997) und der pädophile Arzt in „Die Mutprobe“ (TV 2010).

2010 veröffentlichte Weck seine Memoiren „War’s das? Erinnerungen“ (Amalthea Verlag Wien).

Peter Weck wurde mit zwei Bambis, drei Goldenen Kameras, Telestar, Goldener Romy, Karl-Valentin-Orden, als Kammerschauspieler, mit dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, und 2005 mit der Platin-Romy für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Peter Weck, der einige Jahre mit Schauspielerin und Sängerin Cornelia Froboess liiert war, ist seit 1967 mit dem Mannequin Ingrid Muttone verheiratet. Sie haben einen Sohn und eine Tochter.

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