Leben & Werk

In der Filmgeschichte gilt er als Regisseur schneller, satirischer und scharfzüngiger Komödien, die die Screwball Comedy um schwarzhumorige Töne bereicherten. Preston Sturges (eig. Edmund Preston Biden, 1898 - 1959), der Sohn einer kosmopolitischen Mutter, wuchs in deren Bohème-Umgebung auf, arbeitete in einer Kosmetikfirma und erfand unter anderem einen „kussfesten“ Lippenstift. Finanziell gescheitert, wandte er sich dem Theater zu, schrieb Stücke für den Broadway und Drehbücher für Hollywood, die als Vorläufer des urbanen Witzes von Woody Allen gelten, u.a. „Mein Leben im Luxus“ und „Die unvergessliche Nacht“, beide von Mitchell Leisen inszeniert. 1940 wechselte er zur Regie mit der politischen Satire „Der große McGinty„, die ihm einen „Oscar“ für das beste Drehbuch einbrachte. Sturges inszenierte 12 Filme, die sich durch geistreiche Dialoge, temporeiche Handlungen und satirischen Gestus auszeichnen. In „Die Falschspielerin“ legt Barbara Stanwyck den naiven Millionär Henry Fonda nach Strich und Faden rein, in „Atemlos nach Florida“ ist Claudette Colbert die raffgierige Frau eines ehrlichen Erfinders, in „Sullivans Reisen“ geht ein Drehbuch-Autor als Tramp verkleidet auf Motivsuche, und in „Heil dem siegreichen Helden“ verfällt eine Kleinstadt dem Hurra-Patriotismus. In „Die Ungetreue“ wird ein (geträumter) Mord Anlass für komische Momente. Als der Erfolg ausblieb, ging Sturges nach Paris, wo er 1956 mit „Das Tagebuch des Mister Thompson“ seine letzte Regie führte und noch einige Drehbücher schrieb („Falsches Geld und echte Kurven“, mit Bob Hope und Anita Ekberg). Er starb in New York.

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