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Pink


Als Pink im Jahr 2000 mit ihrem R&B-lastigen Debütalbum „Can’t Take Me Home“ auf der popmusikalischen Bildfläche auftauchte, war sie zunächst nur eine von zahlreichen Pop-Chanteusen, die angetreten waren, sich ein Stück vom Erfolgskuchen einer Britney Spears zu holen. Trotz beachtlicher Anfangserfolge sollte der große Durchbruch erst gelingen, als die Sängerin ihr Image als singende R&B-Tanzmaus ablegte und als...

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  • Geboren: 08.09.1979 in Doylestown, Pennsylvania  USA
  • Berufe: Schauspieler, Sprecher

Leben & Werk

Als Pink im Jahr 2000 mit ihrem R&B-lastigen Debütalbum „Can’t Take Me Home“ auf der popmusikalischen Bildfläche auftauchte, war sie zunächst nur eine von zahlreichen Pop-Chanteusen, die angetreten waren, sich ein Stück vom Erfolgskuchen einer Britney Spears zu holen. Trotz beachtlicher Anfangserfolge sollte der große Durchbruch erst gelingen, als die Sängerin ihr Image als singende R&B-Tanzmaus ablegte und als rotzige Punkpopröhre eine öffentliche Darstellung wählte, die wohl mehr ihrem wahren Gesicht entsprach. Auch musikalisch wurde die Marschrichtung weg vom Black- und R&B-Sound in Richtung Punkpop verlegt, was nicht nur Pinks kehliger Stimme zu Gute kam, sondern auch bei den Plattenkäufern rund um den Globus dankbar angenommen wurde.

Ihren Spitznamen bekam die als Alecia Moore geborene Sängerin bereits in ihrer Kindheit, da sie damals stark zum Erröten neigte. Sie wuchs in einer musikalischen, insgesamt aber wenig intakten Familie in Doylestown nahe Philadelphia auf. Bereits mit 13 war sie regelmäßiger Gast in den Clubs der Stadt - zunächst als Tänzerin, später auch als Backgroundsängerin, etwa für die HipHop-Gruppe School Of Toughts. Schon damals begann sie, eigene Songs zu schreiben, die sie jeden Freitag in einem Club aufführen durfte. An einem dieser Abende entdeckte sie ein A&R-Manager von MCA Records und lud sie zum Casting für eine R&B-Gruppe namens Basic Instinct ein. Sie bekam den Job, jedoch löste sich die Gruppe rasch wieder auf, ohne weiter in Erscheinung getreten zu sein. Der Kontakt zur Plattenindustrie bestand jedoch weiter, und schon bald wurde sie Mitglied des R&B-Trios Choice, das der Plattenmanager L.A. Reid und der Produzentenguru Babyface für ihr Label LaFace unter Vertrag nahmen.

Doch nach internen Streitigkeiten löste sich auch Choice bald wieder auf, ohne eine CD veröffentlicht zu haben. Nachdem Pink bei Studioaufnahmen mit Choice L.A. Reid von ihrem Talent als Songwriterin überzeugt hatte, nahm dieser sie als Solokünstlerin unter Vertrag. Für ihr Debütalbum arbeitete sie mit einer Riege hochkarätiger Produzenten und Songwriter zusammen, darunter Scoff Storch (u.a. The Roots), Dallas Austin (u. a. TLC, Madonna) und Damon Elliott (Bone Thugs-N-Harmony). Während das „Can’t Take Me Home“ betitelte Werk in den USA mit Hitsingles wie „There U Go“, „Most Girls“ und „You Make Me Sick“ ein durchschlagender Erfolg wurde und die Doppeplatinmarke erreichte, nahm der Rest der Welt die aufstrebende Sängerin zunächst kaum wahr. Pink tourte als Support-Act der Boyband NSync durch die USA, fühlte sich in ihrer Rolle als Teen-Pop-Sensation aber zunehmend unwohl.

Der Wendepunkt sollte 2001 mit der Coverversion des Patti-LaBelle-Songs „Lady Marmelade“ kommen, den Pink gemeinsam mit Christina Aguilera, Mya und Lil‘ Kim für den Soundtrack des Films „Moulin Rouge“ aufnahm. Die Single wurde zum großen Hit, der die Charts in den USA und Großbritannien anführte. Mit ihrer nächsten Solo-Single, „Get The Party Started“, entfernte sich Pink erstmals vom R&B und schlug deutlich rockigere Töne an. Das Publikum nahm die Kursänderung dankbar an und beförderte die Single in die Top Fünf in den USA und bescherte ihr auch in zahlreichen anderen Ländern hohe Chartplatzierungen. Ihr bald danach erscheinendes zweites Album „Missundaztood“ ließ dann nur noch marginale R&B-Einflüsse erkennen. Als neue Songwriting-Partnerin hatte Pink die ehemalige 4-Non-Blondes-Sängerin Linda Perry gewonnen, mit der sie einen eher rotzigen Rockpop-Stil entwickelte, der voll ins Beuteschema der Radiostationen rund um den Globus passte. Mit Aerosmith-Sänger Steven Tyler und Bon-Jovi-Gitarrist Richie Sambora konnte Pink dazu noch zwei Vertreter aus der Rock-Spitzenklasse gewinnen, die Gastauftritte auf „Missundaztood“ beisteuerten.

Mit Hilfe von Hitsingles wie „Don’t Let Me Get Me“ und „Just Like A Pill“ gelang auch in Deutschland und Europa der Durchbruch. Das Album kletterte in Deutschland bis auf Rang fünf der Charts und erreichte Doppelplatin. Es folgten zahlreiche Nominierungen bei den MTV Awards, dem Grammy, dem Echo und weiteren europäischen Musikpreisen sowie ausverkaufte Tourneen durch die großen Hallen rund um den Globus. Mit ihrem dritten Album, „Try This“, veröffentlicht Ende 2003, konnte Pink nahtlos an ihre vorangegangenen Erfolge anknüpfen. Die CD kletterte bis auf Rang zwei der deutschen Charts, bekam Platin und hielt mit „Trouble“ und „God Is A DJ“ erneut durchschlagende Hitsingles parat. Fast drei Jahre mussten die Fans daraufhin warten, bis sie wieder ein neues Lebenszeichen ihres Stars bekamen. Auf dem Album „I’m Not Dead“ präsentierte Pink erneut eine stilistisch breitgefächerte Songpalette, die sie zusammen mit einigen der renommiertesten Popschreiber wie Billy Mann und Max Martin (Britney Spears, Bon Jovi), Luke Gottwald (Kelly Clarkson, Backstreet Boys) und Butch Walker und Mike Elizondo (Christina Aguilera, Gwen Stefani) komponiert hatte. Diese hatten einmal mehr ausgezeichnete Arbeit geleistet, wie sich wenig später zeigte, als die CD ohne Umwege auf Platz eins der deutschen Charts schoss. Für Wirbel sorgte die Sängerin mit ihrem Video zur Debütsingle „Stupid Girls“, in dem sie gekonnt alle möglichen Hauptdarstellerinnen der US-Popszene, von Jessica Simpson bis Britney Spears, persiflierte, was diese nicht gerade begeistert aufnahmen.

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