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Leben & Werk

Einmal Winnetou, immer Winnetou: Hört man den Namen Pierre Brice, denkt man unweigerlich an den edlen Apachen-Häuptling Winnetou. Die Identifizierung des Franzosen mit dieser Rolle ist fast schon schicksalhaft zu nennen.

Seine Karriere begann der aus einem alten französischen Adelsgeschlecht stammende Pierre Louis Baron de Bris, geboren am 6. Februar 1929 in Brest, als Theaterschauspieler.

Nach Kriegsende 1945 ging er zunächst mit dem Militär zwei Jahre lang nach Algerien, wurde dort zum Fallschirmjäger ausgebildet und anschließend für vier Jahre nach Indochina (Vietnam) versetzt, bis er 1951 nach Frankreich zurückkehrte.

Gegen den Willen seines Vaters nahm er Schauspielunterricht. Als die Engagements ausblieben, musste sich Brice eine Weile als Model und Tänzer einer Artistengruppe durchschlagen. Mitte der fünfziger Jahre aber kam seine Karriere schließlich ins Rollen. „Ça va barder“ (1955) mit Eddie Constantine; „Le septième ciel“ (1958) und „Le miroir à deux faces“ mit Michèle Morgan zählen zu seinen ersten Filmproduktionen. Jedoch erhielt Brice nicht in seinem Heimatland Frankreich die meisten Engagements, sondern in Italien und Spanien, wo er bald ein Star wurde.

Nach Deutschland kam er zum ersten Mal mit dem auf der Berlinale 1962 vertretenen spanischen Film „Los Atracadores“. Und wie es das Schicksal so will: Im Publikum saß der deutsche Produzent Horst Wendlandt, der das Drehbuch für Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“ drehfertig in seiner Tasche und Lex Barker bereits als Old Shatterhand unter Vertrag hatte. Als er Pierre Brice sah, wusste er auf Anhieb: Das ist Winnetou. Brice sagte zu, nachdem er die ihm bis dahin unbekannten Karl-May-Bücher gelesen hatte. Bis zur Premiere des Films war nicht absehbar, wie erfolgreich er mit dieser Rolle sein würde, die ihm bis zum heutigen Zeitpunkt anhaftet.

Während der Dreharbeiten zu „Winnetou III“ (1965) gab es heftige Proteste von Seiten der vielen Fans, und Wendlandt wurde mit Bittschreiben bombardiert, Winnetou dürfe im dritten Teil nicht sterben. Mit dem Versprechen, dass weitere Winnetou-Filme folgen werden, konnte Wendlandt schließlich die Massen beruhigen.

Von 1962 bis 1968 verkörperte Brice den Apachen-Häuptling elfmal auf der Kinoleinwand. Zahlreiche Auszeichnungen heimste er ein (u. a. fünf Bambis, Goldene Kamera).

Nach dem Ende der Karl-May-Welle im Kino wechselte Brice 1976 zu Live-Vorführungen auf diversen Naturbühnen (u. a. in Elspe, Bad Segeberg) und trat so bis 1991 regelmäßig vor großem Publikum auf. TV-Produktionen wie „Ein Schloss am Wörthersee“ oder „Rote Rosen“ waren seine aktuellsten Arbeiten.

Er war seit 1981 mit Hella Krekel verheiratet und lebte auf einem Landsitz in der Nähe von Paris. Er starb am 6. Juni 2015 in Paris an den Folgen einer Lungenentzündung.

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