Leben & Werk

Der Vater des Schauspielers Claude Brasseur wurde vor allem durch die Rolle des in die schöne Garance (Arletty) verliebten Schauspielers Frédéric Lemaitre und seiner poetischen Überstiegenheiten in Marcel Carnés Klassiker „Die Kinder des Olymp“ (Les enfants du paradis; 1944) bekannt. In seiner Heimat war Brasseur (1903 - 1972) auch ein gefragter Bühnenschauspieler, der mit Madeleine Renaud und Jean-Louis Barrault arbeitete. Im Film debütierte Brasseur 1924, wurde aber erst in der Tonfilmzeit durch die Rolle des jämmerlichen Schurken in „Hafen im Nebel“ (1938) an der Seite von Jean Gabin bekannter. Der rundliche Brasseur war ein vielseitiger Schauspieler, der vom liebenswerten Gauner („Die Mausefalle“) bis zum genialen Künstler alles spielen konnte, aber in den 50er Jahren in Historienfilmen „verheizt“ wurde („Karthago in Flammen„). Die „Nouvelle Vague“ hatte keine Rollen für ihn, dafür spielte er in einigen sehenswerten Gaunerkomödien („Lucky Jo“, „Ganoven rechnen ab„). Brasseur starb bei Dreharbeiten zu einem Film von Ettore Scola. Er verfasste Gedichte, Theaterstücke und 1968 seine Memoiren. Kennern des poetischen Horrorfilms bleibt er durch die Titelrolle in Georges Franjus „Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff “ („Les yeux sans visage„, 1959) in Erinnerung.

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