Leben & Werk

Profilierter Charakterdarsteller mit markant kantigen Gesichtszügen, ein Urgestein des italienischen und französischen Films, der in den Credits seiner italienischen Filme mit seinem Geburtsnamen Philippe Leroy geführt ist und für die frankophonen Länder als Philippe Leroy-Beaulieu, Tribut an seine schöne Tochter Philippine Leroy-Beaulieu („Neun Monate„), geführt ist. Leroy ist seit 1960 in 160 Film- und TV-Arbeiten aufgetreten und war in den 60er- und 70er- Jahren Star des italienischen Kinos. Seine größten Kassenerfolge waren die Big Caper Movies „Sieben goldene Männer“ (1965) und „Der Supercoup der sieben goldenen Männer“ (1967), in denen er als Meisterdieb Albert „der Professor“ an der Seite der rassigen Rossana Podesta Banken um Goldschätze erleichtert. International erregte er in Liliana Cavanis Skandalfilm „Der Nachtportier“ (1973) als SS-Geliebter und Nazi-Folterknecht von Charlotte Rampling Aufsehen.

Leroy debütierte 1960 als Manu Borelli, einer der fünf Ausbrecher, in Jacques Beckers Klassiker „Das Loch“, einer der einflussreichsten französischen Kriminalfilme. Er lieferte sich als bis zur Hüfte im Sand eingegrabener Bandit ein Holzstangenduell mit Lino Ventura in Carlos Sauras „Cordoba“ (1964) und spielte als „Der Amerikaner“ den titelgebenden Revolverhelden im Italo-Western-Meisterwerk „Yankeee“ (1966), einziger Genreausflug des Erotomanen Tinto Brass. In den folgenden Jahren war Leroy häufig Ehemann oder Liebhaber liebeshungriger Frauen (Rossana Schiaffino in „La Mandragola“ , 1965, von Alberto Lattuada; Gina Lollobrigida in „Buona Sera, Mrs. Campbell“, 1968) und gehörte an der Seite von Senta Berger zu der Gruppe von Neureichen in Carlo Lizzanis „Roma bene“ (1971), die im Finale auf hoher See um eine Yacht schwimmen und nicht wieder an Bord gelangen.

Philippe Leroy gehörte zur Gangsterbrigade in Ferdinando di Leos „Milano Kaliber 9“ (1972) und wurde in der Mittelalter-Komödie „Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel“ (1975) vom Söldner Bud Spencer im Reiter- und Schwerterduell am Strand besiegt. Er war Priester in „Die Katze lässt das Mausen nicht“ (1978) und 1976 Gegner von Kabir Bedi in Sergio Sollimas „Sandokan - Der Tiger von Malaysia“-Reihe. In den 80er- und 90er-Jahren verblasste sein Stern, Lerory war in Nebenrollen von Luc Bessons „Nikita“ und in „Casanovas Rückkehr“ (1992) als Schlossherr, der den alternden Casanova (Alain Delon) aufnimmt, dabei. Delon revanchierte sich und holte ihn 2003 für seine TV-Serie „Frank Riva“. Danach nahm Leroy wieder vermehrt Rollen an, gehörte zum Ensemble des Road Movies „Der Hals der Giraffe“ (2004), spielte Papst Pius XII. in „Don Gnocchi“ (TV) und in der TV-Serie „San Pietro“ (2005, um Familien im Rom der Christenverfolgung).

Philippe Leroy ist leidenschaftlicher Fallschirmspringer und bekannter Bildhauer, für dessen Skulpturen das Institut Francais wirbt. Auf seiner italienischen Homepage sind diese Arbeiten, Fotos vom Fallschirmspringen und viele Plakate zu den Filmen zu sehen, in denen er mitwirkte.

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