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Philip Kaufman


Aus dem Umfeld des New Hollywood stammend, etablierte sich Philip Kaufman als einer der Regisseure, die mit ihren stets ausgesuchten Projekten Publikums-Appeal und Kunstanspruch verbinden konnten. Am eindruckvollsten gelang ihm das in der Literaturverfilmung „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1987, nach Milan Kundera), in der Daniel Day-Lewis einen erotomanen Arzt zwischen Frau (Juliette Binoche) und Geliebter...

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  • Geboren: 23.10.1936  USA
  • Berufe: Producer, Regisseur, Drehbuchautor

Leben & Werk

Aus dem Umfeld des New Hollywood stammend, etablierte sich Philip Kaufman als einer der Regisseure, die mit ihren stets ausgesuchten Projekten Publikums-Appeal und Kunstanspruch verbinden konnten. Am eindruckvollsten gelang ihm das in der Literaturverfilmung „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1987, nach Milan Kundera), in der Daniel Day-Lewis einen erotomanen Arzt zwischen Frau (Juliette Binoche) und Geliebter (Lena Olin) spielte, der durch die Invasion der Truppen des Warschauer Paktes in Prag 1968 in seiner Existenz bedroht wird. Philip Kaufman wurde 1936 in Chicago geboren, studierte Geschichte und war jahrelang Lehrer in Europa, bevor er Schriftsteller wurde. Seine beiden ersten Filme blieben unbekannt . 1972 fiel er mit dem realistischen Western „Der große Minnesota-Überfall“ (mit Cliff Robertson und Robert Duvall in einem Film über die Younger-Bande) auf, 1974 mit dem in der Arktis spielenden Abenteuerfilm „Die weiße Dämmerung“ (mit Warren Oates). Die ersten Erfolge brachten der Horrorfilm „Die Körperfresser kommen“ (1977, ein fantasievolles Remake von Don Siegels Klassiker „Die Dämonischen„, 1956) und „Die Wanderers“, ein Film um jugendliche Banden der 50er Jahre. Kaufmans Durchbruch wurde der dreistündige Film um die Ehe-Probleme und Berufskonflikte der erste Astronauten-Generation „Der Stoff, aus dem die Helden sind„, durch den Ed Harris, Dennis Quaid, Sam Shepard und andere Darsteller bekannt wurden. In „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ hatte Kaufman sein Talent für erotische Szenen bewiesen, das er in „Henry & June“ verfeinerte: Fred Ward, Uma Thurman und Maria de Medeiros spielten in dem Film um die Pariser Jahre des Schriftstellers Henry Miller die fragile Dreiecksbeziehung der Freigeister der 30er Jahre. Aufgrund seines Thrillers „Die Wiege der Sonne„, in dem Sean Connery und Wesley Snipes den Mord an einem Model (Tatjana Patitz) in einem japanischen Konzern aufklären, musste sich Kaufman mit Rassismus-Vorwürfen auseinandersetzen. Kaufman stellt als von europäischem Kunstverständnis geprägter Autoren-Regisseur mit zehn Filmen in dreißig Jahren einen Sonderfall der amerikanischen Filmgeschichte dar.

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