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Leben & Werk

Auf den ersten Blick könnte man Phil Collins für einen Versicherungsangestellten halten. Tatsächlich ist der kleine Mann mit Glatze einer der erfolgreichsten Popsänger unserer Zeit, der über 80 Mio. Platten verkauft und im Herbst seines Lebens seine Leidenschaft für Zeichentrickfilme entdeckt hat.

Philip David Charles Collins wurde am 30. Januar 1951 in Chiswick, London, geboren. Schon im Alter von fünf Jahren schenkten seine Eltern ihm sein erstes Spielzeug-Schlagzeug, das das musikalische Kind eifrig bearbeitete. Mit zwölf gab’s dann das erste richtige Drumkit, und der Teenager verfeinerte nicht nur seinen Rhythmus, sondern übernahm auch seine erste Rolle in einem Musical als Artful Dodger in „Oliver Twist“ im Londoner West End. Daneben gründete er seine erste Band „The Real Thing“ und schloss sich wenig später der Formation The Freeholdafter an. Nachdem die Karriere nicht richtig in Gang kommen wollte, schaute sich Collins 1970 nach einer neuen Band um, die er in der damals unbekannten Prog-Rock-Truppe Genesis auch fand. Mit Collins am Schlagzeug, laut Keyboarder Tony Banks damals der beste Musiker in der Band, ging es für Genesis rasch bergauf. Nebenbei veröffentlichte Collins auch mit seiner Jazz-Rock-Band Brand X einige Alben.

Als der Genesis-Sänger Peter Gabriel 1975 seinen Ausstieg verkündete, suchte die Band zunächst händeringend nach Ersatz: Bei zahlreichen Auditions wurde unter über 400 Bewerbern jedoch kein geeigneter Nachfolger gefunden. Die Band beschloss daher, dass der stimmbegabte Schlagzeuger den Gesangspart übernehmen sollte. Mit Collins am Mikrofon wandelte sich der Sound der Band entscheidend: weg vom verqueren Prog-Rock, hin zu eingängigeren Pop-Sounds. Genesis erreichten damit bisher ungeahnte Erfolgsregionen. 1981 veröffentlichte Collins sein erstes Soloalbum „Face Value“, das, angetrieben von Hits wie „In The Air Tonight“, zum durchschlagenden Verkaufserfolg wurde. Die Single kletterte bis auf Platz zwei der Charts, das Album erreichte sogar die Spitzenposition. Mit „Hello, I Must Be Going“ (1982) und „No Jacket Required“ (1985) veröffentlichte er zwei weitere Soloalben, die dank Single-Hits wie dem Motown-Cover „You Can’t Hurry Love“ erneut zu umfassenden Hits wurden. Parallel agierte er weiterhin als Frontmann von Genesis und feierte auch hier kolossale Erfolge.

1989 legte er mit „… But Seriously“ sein viertes Soloalbum vor, dem wenig später die Live-CD „Serious Hits … Live!“ folgte. Um Genesis war es zu dieser Zeit etwas ruhiger geworden, erst 1991 tat sich die Band wieder zusammen und veröffentlichte mit „We Can’t Dance“ ein weiteres Hit-gespicktes Album. Die Band ging noch einmal auf eine überaus erfolgreiche Welttournee, die allerdings die letzte mit Collins sein sollte. Nach seinem nächsten Soloalbum „Both Sides“ (1993) verkündete der Sänger seinen Ausstieg bei Genesis, die sich nach einem gescheiterten Comeback-Versuch mit dem neuen Sänger Ray Wilson schließlich auflösten. Collins legte 1996 mit „Dance Into The Light“ ein weiteres erfolgreiches Soloalbum vor und bündelte 1998 erstmals seine Erfolgssongs auf der Best-Of-Kopplung „Hits“.

1999 fand der singende Schlagzeuger eine neue kreative Herausforderung als Filmmusikkomponist. Für den Disney-Zeichentrickfilm „Tarzan“ komponierte er den Soundtrack und feierte damit große Erfolge: Die CD, auf der Collins auch erstmals einen Song auf deutsch sang, verkaufte sich glänzend und bescherte dem Sänger einen Oscar, einen Golden Globe und einen Grammy. 2002 folgte mit „Testify“ das nächste Erfolgsalbum, gefolgt von der DVD-Fassung der 1990 veröffentlichten Live-CD „Serious Hits … Live!“. Ein Jahr später machte er sich an seinen nächsten Disney-Soundtrack, diesmal zum Film „Brother Bear„. Auch hier überzeugte Collins einmal mehr als Komponist sentimentaler Balladen.

Im Jahr 2004 überraschte Collins mit der Ankündigung seiner letzten Live-Tour. Die augenzwinkernd „First Final (?) Farewell Tour“ betitelte Konzertreise entwickelte sich zum durchschlagenden Erfolg, eine DVD zu den vermeintlichen Abschiedskonzerten erschien noch im gleichen Jahr. Ebenfalls noch 2004 legte Collins mit „Love Songs - A Compilation … Old And New“ eine Doppel-CD vor, auf der er seine erfolgreichsten Schmuselieder von „Groovy Kind Of Love“ bis „Against All Odds“ versammelte.

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