Leben & Werk

Britischer Schauspieler (1923-1984). Attraktiv, schlank, elegant, mit buschigen Augenbrauen und aristokratischem Auftreten, gehört der Brite Peter Lawford zu den Schauspielern, die mehr durch ihr Privatleben, als durch Filme in Erinnerung geblieben sind. Als Vertragsschauspieler bei MGM verkörperte er Aristokraten und Militärs in Romanzen und Musicals, war in den 50er-Jahren im Fernsehen zu sehen und in den 60ern in Filmen mit den Freunden aus dem Rat Pack um Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin („Ocean’s Eleven“). Privat war Lawford durch seine Heirat mit der Schwester von John F. Kennedy mit der Kennedy-Familie verbunden. Der Schauspieler hatte viele Affären und war der Letzte, der am Tag ihres Todes mit Marilyn Monroe am Telefon sprach. Er starb in Los Angeles an Nieren- und Leberversagen, seine Asche wurde in den Pazifik gestreut.

Peter Lawford (Peter Sydney Ernest Aylen) wurde 1923 in London als unehelicher Sohn von Kriegsheld und Schauspieler Sydney Lawford geboren, der Peters Mutter ein Jahr später in Paris heiratete, wohin das Paar wegen dieses Skandals (beide waren noch anderweitig verheiratet) geflohen war. Er verbrachte die Kindheit in Frankreich, wurde von Privatlehrern unterrichtet, sprach fließend Französisch, Spanisch und Italienisch. 1931 stand er erstmals vor der Kamera. Als die Eltern nach Hollywood gingen, wurde er 1938 Vertragsschauspieler bei MGM, die ihn in Filmen einsetzten, die die britische Lebensart feierten, so „The White Cliffs of Dover“ (1944, mit Elizabeth Taylor) und die Adaption von Oscar Wildes Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ (1945). In „Julia Misbehaves“ (1947) und in „Little Women - Tapfere kleine Jo“ (1948), war er Galan von Elizabeth Taylor, mit der ihn eine lebenslange Freundschaft, aber keine Affäre verband.

Peter Lawford kam wegen einer Verletzung am Arm, die er sich in der Jugend zugezogen hatte, am Kriegsdienst vorbei. Für MGM sang und tanzte er an der Seite von Fred Astaire in den Musicals „Osterspaziergang“ (1948) und „Königliche Hochzeit“ (1951). In den 50er-Jahren war er fast ausschließlich in TV-Serien und -Shows zu sehen. So hält er den Rekord in der Quiz-Show „Password“, wo er fünf korrekte Antworten auf fünf Fragen in zwölf Sekunden schaffte. Seit dem Erfolg von John Sturges Kriegsfilm „Wenn das Blut kocht“ (1959, mit Sinatra und Steve McQueen), wo er einen Captain spielt, war Lawford vermehrt im Kino zu sehen, so als Major in „Der längste Tag„, Major in „Exodus“, Senator in „Sturm über Washington„, ehemaliger Liebhaber von Gina Lollobrigida in „Buona Sera, Mrs. Campbell“ und Lord im Politthriller „Rosebud“ (1974). (geh)

Peter Lawford heiratete 1954 John F. Kennedys Schwester Patricia, erhielt 1960 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Mit den Freunden aus dem Rat Pack unterstützte er Kennedys Wahlkampf mit Konzerten und brachte die Kennedy-Brüder John und Robert mit Marilyn Monroe zusammen. Am 4.8.1962 war er der Letzte, der am Telefon mit der Schauspielerin am Tag ihres nie restlos geklärten Todes sprach. Er hatte Affären mit den Schauspielerinnen Dorothy Dandridge, June Allyson und Lana Turner. Die kurze Affäre mit Ava Gardner kostete ihn die Freundschaft mit ihrem damaligen Ehemann Frank Sinatra, der ein Konzert in Las Vegas erst wieder aufnahm, nachdem Lawford gegangen war.

Peter Lawford war nach der Scheidung von Patricia Kennedy (1966), mit der er vier Kinder hatte, von 1971-75 mit Mary Rowan, von 1977-78 mit Daborah Gould, und im Jahr 1984 bis zu seinem Tod mit Patricia Seaton verheiratet.

Sein Stern auf dem Walk of Fame liegt bei 6920 Hollywood Boulevard.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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