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Gandalf rettet Hobbit-Pub

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Peter Jackson Poster
© Warner

Für eine Handvoll Dollar…

Wie die Hobbits liebt auch Gandalf ab und zu ein Pfeifchen in gemütlicher Atmosphäre - Ehrensache also, dass er ein Traditions-Pub vor Sauls Schergen rettete! Bild: Warner

Das war schon enorm kleingeistig von den Hollywood-Bossen: Seit 20 Jahren schenkte Wirtin und „Herr der Ringe„-Fan Stella Mary Roberts im südenglischen Southampton Bier an ihre Gäste aus - in einem Pub, das sie aus Verehrung für Mittelerde-Schöpfer J.R.R. Tolkien „The Hobbit“ genannt hatte. Als das nun die US-amerikanischen Rechteinhaber an Tolkiens Werken mitbekamen, verklagten sie das Gasthaus prompt auf Schließung. Denn Roberts hatte keine Lizenz.

Dieses Verhalten der Filmbosse war zwei britischen Stars, die gerade für zwei Filme zur „Herr der Ringe„-Vorgeschichte „Der Hobbit“ vor der Kamera stehen, derart peinlich, dass sie nun selbst in die Bresche sprangen: Ian McKellen alias Gandalf und Stephen Fry, der den Bürgermeister von Esgaroth spielt, haben sich bereit erklärt, die jährliche Gebühr von umgerechnet etwa 100 Dollar zu bezahlen, damit Stella Mary Roberts ihr Pub weiter „The Hobbit“ nennen darf.

Stephen Fry kommentierte das über Twitter - mit ironischem Seitenhieb Richtung Hollywood: „Ian McKellen und ich sind sehr froh, dass das Hobbit-Pub nun wohl gerettet ist. Ich hoffe, wir haben geholfen, dass der gesunde Menschenverstand sich durchsetzt.“

Geiz ist peinlich

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Hinter der Klage stand die Saul Zaentz Company: Die Firma des Top-Produzenten Saentz („Einer flog über das Kuckucksnest„, „Der englische Patient„) hatte in den 70ern eine Zeichentrickfassung von Der Herr der Ringe ins Kino gebracht und später die Filmlizenzen an Peter Jackson vergeben - auch für dessen aktuelle „Hobbit“-Adaptionen.

Obwohl geschäftliche Details natürlich nicht öffentlich sind, ist davon auszugehen, dass man dabei nicht schlecht verdient hat - immerhin spielte allein die „Herr der Ringe“-Trilogie weltweit knapp 3 Milliarden Dollar ein! Von den Hobbit-Filmen, deren erster Teil „Eine unerwartete Reise“ am 13. Dezember ins Kino kommt, ist Ähnliches zu erwarten.

Warum man es da nötig hat, einer britischen Wirtin wegen 100 Dollar eine Meute Anwälte auf den Hals zu hetzen, bleibt das Geheimnis der Hollywood-Macher.

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