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"Aviator" startet auch bei den Oscars durch

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Peter Jackson Poster
© Buena Vista

Eigentlich hatten alle mit einem engen Rennen um die begehrteste Goldstatuette der Welt gerechnet. Doch ein kleiner Italiener hat es einem kugeligen Neuseeländer gleichgetan - und statt Mittelerde den Himmel erobert.

Auch ohne Oscar schon goldig: Die nominierten Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett aus "Aviator" Bild: Buena Vista

Peter Jacksons

Scorsese hofft nach insgesamt sieben Nominierungen ohne Preis einmal mehr auf Oscars für den besten Film und die beste Regie. Leonardo DiCaprio, selbst als bester Hauptdarsteller nominiert, sagte zu Scorseses Pechsträhne: „Es ist ein schlechter Witz, dass dieser Mann noch nie gewonnen hat! Es wird höchste Zeit!“

Empfehlung vom Thronfolger

DiCaprios eigene Chancen sind dagegen eher gering. Denn die besten Karten hat Jamie Foxx für seine grandiose Performance als Soul-Legende „Ray“ Charles. Pop-Ikone Prince meinte gar: „Ich bin ja mit Ray auf der Bühne gestanden und ich kann nach diesem Film nur sagen: Jamie hat ihn nicht gespielt, er WAR Ray!“

Von daher dürften auch Johnny Depp als Peter-Pan-Autor in „Wenn Träume fliegen lernen„, Don Cheadle als mutiger Manager des „Hotel Rwanda“ und Clint Eastwood als alternder Box-Trainer in „Million Dollar Baby“ nur Außenseiterchancen haben.

Ganz anders Eastwoods Hauptdarstellerin Hilary Swank. Sie gilt nach ihrem Triumph bei den Golden Globes auch als Favoritin für den Oscar als beste Schauspielerin. Pikanterweise kommt es dabei zur Neuauflage des Duells mit Annette Bening, die für ihre hinreißende Diva aus „Being Julia“ nominiert ist. 1999 war Swank überraschend für ihre Hosenrolle in „Boys Don’t Cry“ geehrt worden, obwohl Bening für „American Beauty“ als große Favoritin galt.

Deutsches Duo

Große Freude auch bei Regisseur Oliver Hirschbiegel, denn der deutsche Hit „Der Untergang“ ist als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert. Dem Drama um die letzten Tage des Nazi-Regimes werden allerdings kaum Siegchancen eingeräumt. Als Favorit gilt Alejandro Amenábars Drama „Das Meer in mir“ mit Javier Bardem als Querschnittsgelähmtem, der 30 Jahre um das Recht auf seinen eigenen Tod kämpft. Es wird also schwer für Hirschbiegel, das Erbe von Caroline Link anzutreten, die 2003 nach 24 Jahren Flaute erstmals wieder den Preis nach Deutschland holte.

Fast eine Sensation ist die Nominierung für „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ in der Kategorie beste Dokumentation. Der Abschlussfilm dreier Studenten der Münchener Filmhochschule entstand unter finanziell wie technisch schwierigsten Bedingungen, zeigt aber einige der schönsten Szenen des vergangenen Kinojahres. Favorit ist aber auch hier ein anderer Beitrag: Morgan Spurlocks schockierende Fress-Doku „Super Size Me“ sorgte sogar dafür, dass der weltweit größte Buletten-Gigant seine Riesenmenüs von der Speisekarte nahm.

Oscar-Bingo

Nach „Aviator“ ist „Wenn Träume fliegen lernen“ mit sieben Kategorien der am häufigsten nominierte Film. Darunter sind auch die wichtigen Kategorien bester Film, beste Regie (Marc Forster) und bestes (adaptiertes) Drehbuch. „Ray“ hat sechs Chancen auf die begehrten Goldstatuetten, während die feinsinnige Komödie „Sideways“ um Wein, Weib und Selbstfindung mit fünf Nominierungen eher enttäuschte. Die jeweils vier Nominierungen für den Kinderspaß „Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse“ und die Pixelhelden „Die Unglaublichen - The Incredibles“ waren dagegen eine Überraschung. Der Animations-Oscar für die Superfamilie gilt dabei schon als sicher.

Wer im alljährlichen Zahlenspiel um die Goldjungs dann wirklich über Hauptgewinne jubeln darf, stellt sich in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar heraus, wenn um 2:00 morgens deutscher Zeit die Oscar-Show beginnt. Martin Scorsese wird dann sicher mit Schrecken ans Jahr 2003 zurückdenken. Auch damals schritt er mit zehn Nominierungen für sein Gründer-Drama „Gangs of New York“ als großer Favorit zu seinem Platz im Kodak Theatre - und schlich am Ende des Abends trotzdem mit leeren Händen aus dem Saal.

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