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Gollum Andy Serkis: 10 mal täglich "Mein Schatsss"

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Mein Name ist Serkis. Andy Serkis.

Andy Serkis und sein verfluchtes Alter Ego Gollum Bild: Kurt Krieger / Warner

…und das weiß eigentlich auch jeder. Trotzdem wird der Star-Schauspieler meistens anders angesprochen - mit „Mein Schatsss!“

„Zwei bis zehn Mal am Tag höre ich das, jeden Tag aufs Neue“, hat Andy Serkis nun verraten. Der Mime findet das verständlicherweise nicht mehr lustig. Aber für die, die ihm das erste Mal begegnen, ist die Verlockung einfach zu groß.

Insbesondere, da der Schauspieler nicht nur dank Motion Capture-Verfahren seine Bewegungen auf Gollum übertrug: Im englischen Original leiht er dem Geschöpf auch seine unverkennbare Stimme.

Und obwohl Serkis inzwischen von den Gollum-Scherzen genervt ist, gilt das ganz und gar nicht für seine Beteiligung an den Mittelerde-Epen. Im ersten Hobbit-Film „Eine unerwartete Reise“ war er erneut in seiner Paraderolle zu sehen. In den beiden finalen Abenteuern „Smaugs Einöde“ und „Die Schlacht der Fünf Heere“ führte er neben Peter Jackson bei einigen Szenen Regie. Die Tolkien-Verfilmungen insgesamt findet Serkis zeitlos, weil sie einen starken Bezug zur Wirklichkeit haben:

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„Diese Filme sind keine eskapistischen Fantasietrips, sie sind ein Spiegelbild der Welt, in der wir leben. Im letzten Film geht es um Gier und wie sie uns verdirbt. Das passt leider bestens zur Gesellschaft, in der wir leben, und wegen solchen Bezügen werden diese Filme immer ihre Bedeutung behalten. Die Autoren verstehen den Zeitgeist.“

Gollum, der Ring-Junkie

Damit zielt Serkis natürlich auf den Zwergenanführer Thorin Eichenschild, der vor lauter Gier nach dem Gold im Einsamen Berg den Drachen Smaug auf die arglosen Bewohner der Seestadt loslässt.

Aber auch schon in den „Herr der Ringe“-Filmen sieht der Mime ein brandaktuelles Thema verhandelt: „Bei Gollum ist es genauso. Der Ring kontrolliert ihn in hohem Maß. Wie eine enorm starke Sucht, die er einfach nicht los werden konnte. Das hat ihn sowohl körperlich verändert als auch seine gesamte Psyche.“

So erklärt Andy Serkis auch sein enorm intensives Spiel als Gollum, für das Fans und Kenner schon mehrfach einen Oscar gefordert haben - doch der wird bisher nicht für Motion Capture Darstellungen verliehen. Seit Jahren macht sich Serkis dafür stark, dass dies im Sinne aller Kollegen geändert wird, die besondere Leistungen erbringen, um Computerfiguren Leben einzuhauchen.

Und wer würde Serkis einen solchen „Schatsss“ nicht gönnen?

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