Leben & Werk

Sein letzter Auftritt wurde sein berühmtester: Als durchgedrehter Anchorman eines TV-Senders wird Peter Finch in der Medien-Satire „Network“ vor laufenden Kameras erschossen. Der „Oscar“ wurde ihm posthum verliehen, denn inzwischen war Finch (1916 - 1977) an einem Herzinfarkt gestorben. Der Zeitungsreporter, Radiosprecher und Hobo und seit 1949 vornehmlich in englischen Produktionen arbeitende Finch spielte zunächst Offiziere („Panzerschiff Graf Spee„) oder Plantagenbesitzer („Elefantenpfad“), bis er in den 60ern in internationalen Filmen und in Hollywood zu arbeiten begann. Sein gutes Aussehen mit dem markanten Kinn und der hohen Stirn ließ ihn ohne Mühe als Filmregisseur, Flieger, Arzt, Journalist oder Englands Lord Nelson gleichermaßen souverän auftreten. Überraschenden Erfolg hatte seine Darstellung des jüdischen, homosexuellen Arztes in John SchlesingersSunday, Bloody Sunday„. Die von Finch verkörperten Personen sind zumeist nach außen hin erfolgreich und überdecken in seiner zurückhaltenden Darstellung ihre dann doch aufbrechenden Probleme. Finch trat auch auf Londoner Bühnen auf. Sein Sohn Charles Finch ist Regisseur und Drehbuchautor.

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