Peter Chelsom

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Nach zehn Jahren als Theaterschauspieler wandte sich der in Blackpool geborene englische Regisseur, Autor und Produzent Peter Chelsom dem Spielfilm zu und schuf mit „Hear My Song„, „Funny Bones“ und „The Mighty“ drei der ungewöhnlichsten Filme der 90er-Jahre.

Chelsom hatte sein Handwerk als Fotograf, Werbefilmer und mit Kurzfilmen gelernt, bevor sein Debütfilm „Hear My Song“ (1992) entstand. Darin setzt sich ein windiger Konzertveranstalter (Adrian Dunbar) auf die Spur eines seit 30 Jahren verschwundenen weltberühmten Tenors, entlarvt erst einen Schwindler, der sich für den Sänger ausgibt, muss dann bis nach Irland reisen, wo er den Mann mit seiner skurrilen Freundesfamilie findet, und überredet ihn tatsächlich zu einem Konzert in Liverpool. Ebenso auf Festivals ausgezeichnet wurde Chelsoms Meisterwerk „Funny Bones“ (1996), in dem ein amerikanischer Komiker (Oliver Platt) auf Ideensuche in Blackpool auf eine Familie von Komikern trifft, die nicht mehr auftreten dürfen, und in dem unvergleichlich genialen Clown Jack (Lee Evans) einen Partner findet, der sich als sein Halbbruder herausstellt: in einem Familiengeheimnis, in dem sein Vater (Jerry Lewis) eine unrühmliche Rolle spielt. „Funny Bones“ entzieht sich allen Klassifizierungen, mischt originell Kriminalistisches und Märchenhaftes, verbindet als intelligente Tragikomödie in einer tollkühnen Balance Witz und Weisheit und erzählt vom Illusionismus der Kunst.

Chelsoms erster amerikanischer Film „The Mighty“ (1998), nach einem populären Roman entstanden, erzählt von der Freundschaft zweier Außenseiter, des unter einer Rückgratverkümmerung leidenden Maxwell und des wegen seiner massigen Körpergröße gehänselten Kevin, die sich in eine mittelalterliche Fantasiewelt flüchten und den Demütigungen der Umwelt mit Witz und Geist begegnen und dadurch ihr Selbstvertrauen aufbauen können. In einer Nebenrolle als Maxwells Mutter spielte Sharon Stone. Chelsoms Filme zeichnen sich durch so ungewöhnliche wie abenteuerliche, feinfühlige wie funktionierende Genreverbindungen aus, in denen Komödie, Tragödie, Krimi, Melodram und Romanze eine selten gesehene Einheit bilden. Er arbeitet weiter in den Vereinigten Staaten und dreht nach der bei Kritik und Publikum durchgefallenen Gesellschaftskomödie „Stadt, Land, Kuss“ die märchenhafte Romanze „Weil es Dich gibt“ mit John Cusack und Kate Beckinsale in den Hauptrollen. Auch mit der anschließenden charmanten Romantikkomödie nach japanischer Vorlage, „Darf ich bitten?„, in der Jennifer Lopez Richard Gere Tanzen beibringt, blieb er in den USA und im Mainstream.

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