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Leben & Werk

Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. Er war einer der ersten, der Computer- und Videogamespiele adaptierte („Mortal Combat“, „Resident Evil“) und er gab den Anstoß für erfolgreiche Science-Fiction-Horror-Fantasy-Action-Filmreihen („Resident Evil“, „Alien vs. Predator„, „Death Race“). Der Brite Paul W.S. Anderson inszeniert, schreibt und produziert meist den ersten Film des jeweiligen Franchise und überlässt die Regie der Sequels anderen, so bei „Resident Evil“. Andersons Filme zeichnen sich durch schnelle Montage, effektive Actionszenen und ein Produktionsdesign aus, das ihnen eine außergewöhnliche, durch Farbdramaturgie und Lichtsetzung bestimmte düstere Atmosphäre verleiht. Sie spielen häufig in klaustrophobischen unterirdischen Labyrinthen, wo Powerfrauen wie Milla Jovovich und Michelle Rodriguez gegen Zombies und Monster kämpfen: Stylisher Horror im High-Tech-Ambiente. 2010 begann Anderson in den Münchner Bavaria Studios mit den Dreharbeiten zum klassischen Abenteuerfilm „The Three Musketeers in 3D“, eine deutsch-französisch-britische Koproduktion mit Milla Jovovich, Orlando Bloom, Mads Mikkelsen und Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

Paul William Scott Anderson wurde 1965 in Newcastle-upon-Tyne geboren, wo er aufwuchs und in jungen Jahren Interesse für die Filmindustrie entwickelte. Er studierte an der Warwick University, wo er 1985 seinen Abschluss in Literaturwissenschaft und Film machte. Er blieb in Warwick und war 1986 der jüngste Student, der seinen Abschluss als Master of Business Administration machte. Während des Studiums schrieb er Drehbücher, war einer der Autoren der TV-Polizeiserie „El C.I.D.“ (1989-92), inszenierte den Kurzfilm „Speed“ und mit „The Spiral Cage“ eine Dokumentation über Spina bifida (Offener Rücken). 1992 gründete er mit seinem Partner Jeremy Bolt die Firma Impact Pictures Ltd. mit Sitz in Los Angeles, die mit der deutschen Constantin-Film von Bernd Eichinger zusammenarbeitet und die Videogame Adaptionen „Resident Evil“ und „D.O.A.“ produzierte.

Andersons erster Spielfilm, „Shopping“ (1994, mit Jude Law und Sadie Frost), wurde von Channel Four produziert. Das meist nachts spielende Drama um eine Diebesbande, die mit dem Auto Fensterscheiben rammt, enthält bereits typische Merkmale der späteren Filme. Die Videogame-Adaption „Mortal Combat“ (1995, mit Christopher Lambert) wurde mit 150 Mio. Dollar ein Kassenerfolg. Dagegen blieben der in einem verlassenen Raumschiff spielende SF-Thriller „Event Horizon“ (mit Laurence Fishburne und Sam Neill) und der Actionfilm „Star Force Soldier“ (mit Kurt Russell und Jason Scott Lee) hinter den Erwartungen zurück. Um nicht dauernd den Frosch-Regen aus „Magnolia“, Drama seines Regiekollegen Paul Thomas Anderson, erklären zu müssen, führt Anderson seit 2000 die mittleren Initialen W.S. im Namen.

2002 stellte sich mit dem wieder nach einer Videogame-Reihe entstandenen „Resident Evil“, der in einem unterirdischen Labyrinth und Genlabor spielt, erneut Erfolg ein. „Resident Evil Apocalypse“ (2004, Produktion) spielt in einer von Zombies beherrschten Stadt, „Resident Evil: Extinction“ (2007) in einer „Mad Max“-Wüste. Milla Jovovich spielte die Hauptrollen. 2004 belebte Anderson das SF-Horrorgenre und führte mit „Alien vs. Predator“ die beliebtesten Monster der Filmgeschichte in einen Kampf der Titanen. 2008 inszenierte er mit Jason Statham in der Hauptrolle den Actionhammer „Death Race“, ein in einem Hochsicherheitsgefängnis spielendes mörderisches Autorennen und Remake des Road Movies „Frankensteins Todesrennen„. 2011 steht „Death Race 2“ an.

Anderson wurde für „Event Horizon“ auf dem Fantasy Filmfest in Brüssel 1998 mit

dem Pegasus Award ausgezeichnet und erhielt 2005 für „Resident Evil: Aocalypse“ den Golden Reel Award des Genie Award.

2002 lernte Anderson auf dem Set von „Resident Evil“ Milla Jovovich kennen, mit der er seit 2002 verlobt war und die er 2009 heiratete. Das Paar hat seit 2007 eine Tochter. (geh)

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