Alle Bilder und Videos zu Paul Hubschmid

Leben & Werk

Der geborene Bonvivant, Held und Liebhaber mit strahlendem Aussehen und Gardemaß von 1,92 m. Der Schweizer Paul Hubschmid (1917-2002), der seinen unverwechselbaren Akzent nie ablegte und selbst als Gauner vor Charme strahlte, bezauberte im deutschen Unterhaltungskino der 50er- und 60er-Jahre Stars wie Marika Rökk in der Operettenverfilmung „Maske in Blau“, ließ als Architekt auf einer italienischen Insel Romy Schneider als „Scampolo“ zur Schwärmerin werden, fegte in Fritz Langs Märchenfilmen „Der Tiger von Eschnapur“/“Das indische Grabmal“ böse indische Schurken mit einem Fausthieb wie Old Shatterhand beiseite, ließ sich in „Die Zürcher Verlobung“ auf der Almhütte von Liselotte Pulver verführen und rettete mit Karin Dor an der Seite in „Der Mann mit den 1000 Masken“ als deutscher James Bond 007 die Welt.

Zu Hubschmids besten Leistungen zählen der Doppelagent, der in der Len-Deighton-Verfilmung „Finale in Berlin“ (1966) seinen besten Freund Harry Palmer (Michael Caine) hintergeht, und der Liebhaber von „Playgirl“ Eva Renzi (1965) wird. Hubschmid wusste um sein blendendes Ausehen und pflegte eine gewisse Eitelkeit, die aber nie zu wirklicher Arroganz führte. Der gefragte Schauspieler reüssierte auf der Bühne als Professor Higgins im Musical „My Fair Lady“ (seit 1961 am Berliner Theater des Westens über 2000 Aufführungen) den Vergleich mit Rex Harrison nicht zu scheuen brauchte.

Hubschmid wurde 1917 in Schönenwerd in der Schweiz geboren, besuchte das Reinhardt-Seminar und spielte auf Bühnen von Wien bis Berlin. 1938 debütierte er im Film in „Füsilier Wipf“, spielte während des Krieges nur wenige Filmrollen, trat in Hollywood 1948-1953 unter dem Namen Paul Christian in Abenteuerfilmen („Bagdad“, mit Maureen O’Hara) auf und löste den Siebenjahresvertrag, um sich in Deutschland zu etablieren. Seine virile Ausstrahlung brachte ihm den Beinamen „der deutsche Rock Hudson“ ein. Als seine Filmkarriere um 1970 urplötzlich stockte, verlegte sich Hubschmid aufs Theater und gelegentliche TV-Auftritte, auch als Moderator.

Hubschmid war von 1967-1980 mit „Playgirl“ Eva Renzi (1944-2005) verheiratet und Stiefvater von Anoushka Renzi. Neben mehreren Bambis erhielt er 1980 das Filmband in Gold für sein Lebenswerk.

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