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Leben & Werk

Wie sein Kollege und Lieblingspartner Hans Moser, spielte Paul Hörbiger denselben Rollentypus, aber weniger grantig und mosernd, sondern eher verträglich und gemütlich: den Wiener. Als Dienstmann, Ober, Hofrat, Adeliger, Heurigensänger und Bänkelsänger, auch als Kaiser Franz Josef II., oder in den Rollen der Musiker und Komponisten Joseph Haydn, Johann Strauß Vater und Sohn, Franz Schubert, Carl Millöcker oder Schriftsteller wie Franz Grillparzer und Militärs wie Radetzky, legte Hörbiger den Kosmos des K.u.k.-Österreich bis in die Zeit der 50er-Jahre fest. Anschließend trat er in Heimatfilmen auf und übernahm Nebenrollen. Hörbiger, 1894 in Budapest geboren, 1981 in Wien gestorben, hatte sich über mehrere Bühnen bis zum Burgtheater emporgearbeitet, wo er von 1940-1946 Mitglied war. Er debütierte 1927 beim Film und spielte in der Stummfilmzeit in Fritz Langs „Spione“ und in „Asphalt“ wichtige Rollen. Seine Tonfilmfilmografie umfasst über 200 Filme, vorwiegend Operetten und Lustspiele, von „Der Kongreß tanzt“ (1931) und Max Ophüls‘ Meisterwerk „Liebelei“ (1932) bis zu den Filmen als Volksschauspieler („Lumpacivagabundus“). Im Nachkriegsfilm war er der verschüchterte Portier in Carol Reeds „Der dritte Mann“, vorwiegend aber die Klischeebesetzung für Wiener Schmäh und Heurigen-Seligkeit („An echt Wiener Kind“). Hörbiger war der Sohn von Hanns Hörbiger, Begründer der „Welteislehre“, und gilt als beliebtester Vertreter der Hörbiger-Schauspielerfamilie, zu der sein Bruder Attila (1896-1987), dessen Frau Paula Wessely (1908-2000) und deren Tochter Christiane Hörbiger (geboren 1938, „Schtonk!„) gehören. 1969 erhielt er das „Filmband in Gold“ für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

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