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Patrick Süskind

Drehbuchautor

Leben & Werk

Deutscher Roman-, Theater- und Drehbuchautor, Phantom des Literaturbetriebs und Schöpfer des historischen Thrillers „Das Parfum“ (1985), der bislang in 45 Sprachen übersetzt und über 15 Millionen Mal verkauft wurde. Um die Verfilmung des Buches entbrannte ein jahrelanges Rennen, das sich 2005 entschied, als Bernd Eichinger für zehn Millionen Euro die Rechte sicherte und mit einem Budget von 50 Millionen Euro, Tom Tykwer als Regisseur und Starbesetzung einen der aufwändigsten deutschen Erfolgsfilme produzierte. Süskind, von dem es nur wenige Fotos gibt, verweigerte sich wie kein anderer dem Literatur- und Medienbetrieb und ist in der Figur des von Joachim Król gespielten Schriftstellers Jakob Windisch in Helmut Dietls Society-Satire „Rossini“ (1997) verewigt, dem der von Heiner Lauterbach gespielte Filmproduzent (erkennbar als Eichinger) nachjagt.

Mit seiner ironischen Sprachkunst, pointierten und gepfefferten Pointen und so geistreichen wie derben Dialogen prägte Süskind in Zusammenarbeit mit Regisseur und Drehbuchautor Helmut Dietl dessen TV- Serien um den Münchner Hallodri „Monaco Franze“ (1980; in der 9. Folge ist Süskind kurz zu sehen) und die Gesellschaftssatiren „Kir Royal“ (1986), die als Meilensteine Fernsehgeschichte schrieben. Mit Co-Autor Dietl entstanden außerdem die Drehbücher zu den Kinofilmen „Rossini“ und „Vom Suchen und Finden der Liebe“ (2005), eine moderne dramödienartige und stilisierte Orpheus-und-Euriydike-Version mit satirischen Seitenhieben auf den Medienbetrieb.

Patrick Süskind wurde 1949 in Ambach am See als Sohn eines Schriftstellers und Übersetzers und einer Journalistin geboren. Zu schreiben begann er während seines Geschichtsstudiums in München und Aix-en-Provence (ein Schauplatz aus „Das Parfum“). Nach „kürzeren unveröffentlichten Prosastücken und längeren unverfilmten Drehbüchern“ (Süskind) wurde er Mitautor von Dietl. 1980 schrieb er den einaktigen Monolog „Der Kontrabaß“, der seit der Uraufführung im Münchner Cuvilliéheater 1981 zu den meistgespielten deutschen Stücken in Europa gehört. Süskind selbst spielt Klavier.

In Würdigungen zu Süskind Arbeiten, zu denen noch „Taube“ und „Geschichte des Herrn Sommer“ gehören, wird stets auf die Sehnsüchte eingegangen, die seine Arbeiten auslösen, sowie auf „die Freiheit und das Fernsein von Zwängen“.

Filme und Serien

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