Leben & Werk

In den 1990ern wurde er noch einmal ein Begriff, als er in den vier Filmen der „Batman“-Serie den Polizeichef Gordon von Gotham City spielte, dessen rauhe Schale mit Selbstironie unterfüttert ist. Pat Hingle (eig. Martin Patterson Hingle) hatte da eine stattliche Zahl von Filmen hinter sich, in denen er meist verschmitzt wirkende Charaktere mit festen Prinzipien, Kämpfer für soziale Gerechtigkeit und Autoritätspersonen verkörperte, denen man ohne Furcht begegnen konnte. Mit dem freundlich rundlichen Gesicht, der untersetzten Statur (und in allen Rollen dem kleinen Oberlippenschnurrbart) wirkte Hingle auch abgeklärt und in späteren Rollen müde.

Debütiert hatte Hingle auf dem Theater, wo er half, Lee Strasbergs Actors‘ Studio aufzubauen. Seitdem hat er kontinuierlich auf der Bühne und im Fernsehen gearbeitet. Im Film setzte ihn sein Mentor Elia Kazan 1954 in seiner ersten Rolle in „Die Faust im Nacken“ neben Marlon Brando ein und sieben Jahre später neben Natalie Wood und Warren Beatty in „Fieber im Blut„. Hingle spielte Südstaatler und Gewerkschaftler („Norma Rae“), Wärter und Häftlinge („Nevada Smith„) und war der Richter, für den Clint Eastwood in „Hängt ihn höher“ die Männer für die Massenhinrichtung fängt. Zu seiner umfangreichen Filmografie gehören außerdem Filme wie „Baby Boom“, „Der Falke und der Schneemann“ und „Schneller als der Tod„. 1997 spielte er auf der Bühne in dem Musical „1776“ den US-Präsidenten Benjamin Franklin.

Anfang 2009 erlag Pat Hingle im Alter von 84 Jahren einem Blutkrebsleiden.

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