Hollywoods Flop 50

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Owen Wilson Poster

Während man andernorts schon eifrig über mögliche Oscar-Kandidaten diskutiert, wurde auf einer amerikanischen Webseite eine Liste von Hollywoods größten Versagern veröffentlicht. Und diese birgt einige Überraschungen.

Darf sich über ein weiteres Wahlergebnis ärgern: Michael Moore Bild: Kurt Krieger

„Die kalten 50“ - so nennt sich eine Rangliste ganz besonderer Art. Sie wird jedes Jahr von den Betreibern einer US-Filmwebseite herausgegeben, die für ihren kritischen Blick auf das kommerzielle Hollywood bekannt ist. Die ungewöhnliche Flop-Parade „ehrt“ nach Aussage der Verantwortlichen jene Personen, die das genaue Gegenteil von dem verkörpern, was man landläufig unter den „heißesten Stars“ versteht.

„Diese Leute sind die machtlosesten und am wenigsten begeisternden Personen in Hollywood. Wegen ihrer Überheblichkeit, dummer Karriereentscheidungen und chronischen Bedürfnisses, sich lächerlich zu machen, ließen sie das Publikum völlig kalt“, so die wenig schmeichelhafte Einschätzung.

Schwacher Auftritt: Halle Berry als "Catwoman" Bild: Warner

Knapp vorbei ist auch daneben

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Angesichts solch harscher Kriterien mag die Wahl des diesjährigen „Spitzenreiters“ ein wenig verwundern: Michael Moore führt die Liste geschasster Hollywoodgrößen an. Sein erklärtes Ziel, die Abwahl des höchst umstrittenen US-Präsidenten Bush, hat Moore zwar verfehlt, doch der Kinohit „Fahrenheit 9/11“ ließ das Publikum alles andere als kalt.

Während insbesondere die Gegner von Bushs Kriegspolitik das Werk als messerscharfe und treffende Kritik an der Regierung beurteilten, hagelte es von anderer Seite Schelte für die unverhohlene Propaganda und verzerrte Darstellung. Wie auch immer man den Film beurteilen mag, das Ergebnis der Wahl konnte er nicht entscheidend beeinflussen.

Michael Eisner hat nur noch wenig zu lachen Bild: Disney

Sturkopf

Für Moore scheint dies jedoch kein Grund zu sein, von dem hohen Ross herabzusteigen, das er während des US-Wahlkampfes gesattelt hatte. Ganz im Gegenteil: Er kündigte bereits eine Fortsetzung namens „Fahrenheit 9/11 1/2“ an. Entsprechend verdiente er sich die „Top-Position“ wegen seines extrem ausgeprägten Egos. Die Betreiber der Webseite haben eine klare Botschaft für Moore: „Vergessen sie nicht, es geht nicht nur um sie. Geben sie ihre übermäßig aggressive Haltung auf!“.

Die zweifelhafte Ehre eines zweiten Platzes konnte sich Halle Berry sichern. Nach ihrem oscargekrönten Auftritt in „Monster’s Ball“ langweilte die Schauspielerin Publikum und Kritiker mit „Gothika“ und dem Flop „Catwoman“ gleich doppelt.

Shyamalans "The Village" konnte nicht alle Erwartungen erfüllen Bild: Buena Vista

Das gibt ein Arbeitszeugnis…

Mit besonders vielen Missgriffen empfahl sich der scheidende Disney-Geschäftsführer Michael Eisner für den dritten Platz. Unter seiner Führung entstanden kostspielige filmische Misserfolge wie „Die Kühe sind los„, „The Alamo“ oder „Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm„. Gleichzeitig zerstritt er sich mit den Bossen der Partnerstudios Miramax („Kill Bill„) und Pixar („Die Unglaublichen„) und sorgte in letzterem Fall quasi im Alleingang dafür, dass der Vertrag mit den Erfolgsgaranten nicht verlängert werden konnte.

Ein feindlicher Übernahmeversuch durch einen rivalisierenden Konzern brachte schließlich das Fass zum Überlaufen, und Eisner sah sich einer Revolte der Anteilseigner gegenüber. Momentan beginnt man bei Disney damit, seinen Namen von der gläsernen Bürotür zu kratzen.

Hand aufs Herz - kann man sich dem Charme von "Starsky und Hutch" wirklich entziehen? Bild: Buena Vista

Enttäuschte Erwartungen

Ironischerweise findet sich an vierter Position Regisseur M. Night Shyamalan wieder, dessen Film „The Village - Das Dorf“ einer der wenigen finanziellen Lichtblicke im Filmportfolio des Disney-Konzerns war. Doch nach Meinung der Jury konnte der Film dem im Vorfeld geschürten Hype in keinster Weise gerecht werden, insbesondere das Ende habe enttäuscht.

Eng geht es auf dem fünften Platz zu - denn dieser wird von einem Duo belegt. Ben Stiller und Owen Wilson teilen sich nicht nur die Position, sie arbeiteten bei einer ganzen Reihe von Filmen wie „Zoolander„, „Meine Braut, ihr Vater und ich“ oder „Starsky & Hutch“ zusammen. Mit der Aufnahme in die Liste wurde ihr aktueller Hang zu „fließbandproduzierten Mittelmäßigkeiten“ gewürdigt.

Ben Affleck und der Wunschtraum vieler Kritiker Bild: UIP

Prominentes Verfolgerfeld

Auch die restlichen Kandidaten für die vorderen zehn Plätze können sich sehen lassen: Reese Witherspoon habe mit ihrer Rolle in „Vanity Fair“ eine „desaströse Zurschaustellung ihrer begrenzten künstlerischen Fertigkeiten“ geboten. Jimmy Fallons Rolle in „New York Taxi“ habe schlicht „niemanden interessiert“, überhaupt sei der Komiker nur bekannt dafür, die Dialoge seiner Auftritte bei „Saturday Night Live“ zu vermasseln.

Hotelerbin Paris Hilton wird mit einem Virus verglichen, der außer Kontrolle geraten ist und gestoppt werden muss. Und schließlich gibt sich noch Ben Affleck die Ehre. Seine letzten Flops „Liebe mit Risiko„, „Paycheck - Die Abrechnung„, „Jersey Girl“ und aktuell „Surviving Christmas“ brachten ihm den Titel des Schauspielers mit der „unglaublich schrumpfenden Karriere“ ein.

Nun ja, immerhin darf sich Affleck in den Armen der umwerfenden Jennifer Garner („Daredevil„) trösten lassen - ob Michael Moore wenigstens von Hillary Clinton in den Arm genommen wird?

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