Otto Sander

Schauspieler • Sprecher • Regisseur • Drehbuchautor • Synchronsprecher
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Leben & Werk

Er war einer der profiliertesten deutschen Theaterschauspieler, der zum Ensemble von Peter Steins Schaubühne am Halleschen Ufer gehörte. Otto Sander, der unverkennbare Rothaarige mit der Reibeisenstimme, hatte in den 70er Jahren nur sporadisch für Film und Fernsehen gearbeitet, bis er als verzweifelter Ritterkreuzträger in Wolfgang Petersens „Das Boot“ und als komischer Irrer in „Der Mann im Pyjama“ (Ernst-Lubitsch- Preis) regelmäßiger für den Film zu arbeiten begann. Danach war er unter anderem als Sozialistenführer Karl Liebknecht in „Rosa Luxemburg“ zu sehen und brillierte vor allem als Engel in Wim Wenders‘ „Der Himmel über Berlin“ (neben Bruno Ganz) und in dessen Fortführung als ehemaliger Engel in „In weiter Ferne, so nah!“. Sanders ironischer Humor, die lakonische Diktion und der spröde Duktus seiner Darstellung fügten sich zu Charakterminiaturen und Charakterporträts von großer Dichte auch in kleinen Rollen. Im deutsch-deutschen Krimi „Der Bruch“ von Frank Beyer war er neben Rolf Hoppe und Götz George einer der Ganoven, die in der Nachkriegszeit einen Tresor knacken (dafür 1989 der „Chaplin-Schuh“). Sanders war ein gefragter Synchronsprecher und TV-Kommentarsprecher. Er war als Ehemann der Schauspielerin Monika Hansen der Stiefvater des Schauspielers und Kneipiers Ben Becker und dessen Schwester Meret Becker, und hatte einen Stammplatz in Berlins „Paris Bar“ in der Kantstraße.

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