Oskar Werner

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

In die Filmgeschichte ist er als deutscher Schriftsteller eingegangen, der sich in „Jules und Jim“ in Jeanne Moreau verliebt und mit ihr und Henri Serre die berühmte „ménage à trois“ im Wirbelwind des Lebens bildet. Für Regisseur Francois Truffaut stand er noch einmal als Feuerwehrmann, der erst Bücher verbrennt, und sie dann liest, in der Utopie „Fahrenheit 451“ vor der Kamera. Oskar Werner (eig. Oskar Josef Bschließmayer, 1922 - 1984), einer der Größten des deutschsprachigen Theaters, wo er durch die ihm eigene Mischung aus klarer kehliger Diktion und Nuscheln eine Besonderheit ist, debütierte 1937 beim Film und 1941 auf dem Theater. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg stand er abends in Wien auf der Bühne. 1944 floh er mit seiner „halbjüdischen Frau“ in die Wälder bei Wien und setzte 1945 die Theaterkarriere fort. Im Film war er Mozart in „Reich mir die Hand, mein Leben“ und der Student, der in Max Ophüls‘ Meisterwerk in „Lola Montez“ verliebt ist. Der erklärte Pazifist spielte mehrfach Soldaten, so in Anatole Litvaks „Entscheidung bei Morgengrauen“, in dem er als Kriegsgefangener zum Spion ausgebildet wird. Internationale Erfolge hat er als Bordarzt, der sich in die wesentlich ältere Simone Signoret in Stanley KramersDas Narrenschiff“ verliebt, und als der DDR-Geheimdienstchef in der John-Le-Carré-Verfilmung „Der Spion, der aus der Kälte kam„. Werner, der als „schwierig“ galt und Alkoholprobleme hatte, spielte seine letzte Rolle als resignierter jüdischer Emigrant in „Reise der Verdammten“ 1976, dem Jahr, in dem er sich auch vom Film zurückzog. 1966 erhielt er den „Grand Prix der Académie du Cinéma Francais“.

Filme und Serien

News und Stories

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