Omar Epps

Schauspieler
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Leben & Werk

Unter den schwarzen Newcomern der 90er-Jahre wie Orlando Jones, Chris Rock oder Martin Lawrence besitzt Omar Epps das größte Repertoire an Charakterrollen. Er bevorzugt Personen, die sich entwickeln können, zeigt in seinem Gesicht trotz seiner Jugend Spuren von Melancholie, Zurückhaltung, konfliktreicher Coolness, bulligem Trotz und phlegmatischer Hinnahme. Obwohl er komisch sein kann, lässt sich Epps nicht als Grimassenzieher verheizen. Überraschend viele seiner Filme spielen in der Drogenszene, und in Takeshi Kitanos Meisterwerk „Brother“ (2000) meisterte er als junger Drogendealer seine anspruchvollste Rolle mit Bravour.

Epps, 1973 in New York in eine Künstlerfamilie (Tante Opernsängerin, Großvater Bassist) geboren, begann mit Nebenrollen im New Black Cinema (John Singletons „Higher Learning„) und wurde bekannt mit der inzwischen berühmten Eingangssequenz von Wes Cravens „Sream 2“, in der er mit seiner Freundin (Jada Pinkett) im Kino den Anfang eines Teen Scream Movies sieht und auf der Toilette ermordet wird. In „Undercover – In Too Deep“ war er ein junger Polizist in Cincinnati, der als verdeckter Ermittler in der Drogenszene arbeitet und dabei in eine schwere Existenzkrise gerät, als er gegen den mächtigsten Drogenhändler der Stadt eingesetzt wird und eine zögerliche Beziehung zu einer Tanzlehrerin (Nia Long) beginnt. Ähnlich gelagert war sein Part in „The Mod Squad„: Er war mit Claire Danes und Giovanni Ribisi einer der drei jungen Kriminellen, die als die titelgebende Spezialeinheit in die Jugendszene eingeschleust werden, um Drogendeals aufzuklären und die erkennen müssen, dass ihre Vorgesetzten in diese Verbrechen verwickelt sind.

In dem von Spike Lee produzierten „Love and Basketball“ war er der verhätschelte Sohn eines Basketballstars, der selbst zum Gewinner wird, die Liebe zur Nachbarstochter entdeckt und hinter die Affären seines Vaters kommt, wodurch Karriere und Liebesbeziehung ein vorläufiges Ende nehmen. Seine beste Leistung gelang Epps in Takeshi Kitanos „Brother“, wo er als junger Drogendealer zu Beginn vom in Los Angeles gestrandeten Yakuza Yamamoto (Kitano) mit einer Bierflasche außer Gefecht gesetzt wird, dann in der sich bildenden Bande um Yamamoto dessen Freundschaft gewinnt und im Finale als „Bruder“ des von der Mafia getöteten Mannes mit einer Millionenbeute entkommen kann.

In „Die Promoterin“ spielte Epps einmal mehr einen Kleindealer, der jedoch von einer Boxpromoterin (Meg Ryan) als Naturtalent entdeckt und zum Boxchampion aufgebaut wird. Die Rolle des besten Freundes übernahm er in „Alfie“, dem Remake von „Der Verführer lässt schön grüßen“, in dem er Frauenheld Jude Law mit Rat und Tat zur Seite steht.

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