Olympia Dukakis

Schauspielerin • Sprecherin
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Leben & Werk

Amerikanische Schauspielerin. Als Urbild der vitalen, energischen, Lebens erfahrenen und respektierten Mutter und Großmutter, die im reifen Alter die Welt mit trockenem Humor, beißendem Witz und geistreichen Aphorismen beglückt, gehört Olympia Dukakis schon lange zu den Charakterdarstellern in Film, TV und Theater. Die stets elegante, kultivierte und willensstarke Silberhaarige war bereits ein gefeierter Bühnenstar, als sie im Alter von 56 Jahren als Mutter von Cher und Matriarchin Rose, die in Norman Jewisons Liebeskomödie „Mondsüchtig“ eine zärtliche Altersromanze erlebt, über Nacht berühmt und 1988 als Beste Nebendarstellerin mit dem Oscar, dem Golden Globe und dem BAFTA Award ausgezeichnet wurde.

Seitdem hat die Tochter griechischer Einwanderer, die sich stets weigerte, wegen der Karriere den Namen zu ändern, große Damen, Nonnen, Schuldirektorinnen, Bürgermeisterinnen, Witwen und immer wieder Mütter und Großmütter jeglicher Couleur gespielt. Unter anderem die von Kristie Alley in der „Kuck‘ mal, wer da spricht„-Trilogie, von Jennifer Aniston in „Der gebuchte Mann“ (1994) und von Noah Wyle in den Abenteuerfilmparodie „The Quest“ (2004 und 2006), wo sie versucht, ihren Sohn zu verkuppeln. Dukakis war die scharfzüngige Königin der Klatschmäuler in der Südstaaten-Kleinstadt-Familiensatire „Magnolien aus Stahl“ (1989), Schuldirektorin in „Mr. Holland’s Opus“ (1995, mit Richard Dreyfuss, Sekretärin von Reporter Nick Nolte in „I Love Trouble“ (1994), gehörte zu den Rentnerinnen in „Die sieben besten Jahre“ (1997) und war Großmutter von Porno-Drehbuchautor Adam Brody in der Dramödie „In the Land of Women“ (2007).

Olympia Dukakis wurde 1931 in Arlington, Massachusetts, geboren. Nach Absolvierung der Arlington High School und Graduierung an der Boston University arbeitete sie als Therapeutin, um sich das Geld für das Drama-Studium zu verdienen, das sie mit einem Magister Artium abschloss. Sie zog nach New York, arbeitete als Drama-Dozentin an der New York University und spielte in klassischen und modernen Rollen in weit über hundert Rollen in regionalen Theater-Produktionen und auf dem Broadway, wo sie 2001 und 2007 in der Ein-Frau-Aufführung „Rose“ gefeiert wurde. Dukakis gehört zu den Gründern des Charles Playhouse in Chicago und des Whole Theatre in Montclair, New Jersey, das sie 1971-1988 leitete.

Von 1964 (Mini-Rolle einer Patientin in „Lilith“) bis zu ihrem Durchbruch in „Mondsüchtig“ war Olympia Dukakis in zwanzig Filmen zu sehen, seither ist sie in über 60 Filmen aufgetreten. Für das Fernsehen spielte sie in Alastair Reids populärer Mini-Serie „Geschichten aus San Francisco“ (1993) und in „Jeanne d’Arc – Frau des Jahrhunderts“ (1999, mit Leelee Sobieski; als Mutter Babette), für das Kino als Iokaste in der Rahmenhandlung von Woody Allens „Geliebte Aphrodite“ (1994). 2007 gab sie in Sarah Polleys Regiedebüt „An ihrer Seite“ eine eindrucksvolle Charakterstudie als Ehefrau von Michael Murphy, der sich als Alzheimer-Patient in einer Klinik in Patientin Julie Christie verliebt.

Olympia Dukakis ist in der feministischen Bewegung und unterstützte Cousin Michael Dukakis, Gouverneur von Massachusetts, 1988 als demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Sie ist in der Aids-Bekämpfung und in Kunst-Organisationen tätig. 2003 veröffentlichte sie die Autobiographie „Ask Me Again Tomorrow: A Life in Progress“. Sie lebt mit ihrem Mann, Schauspieler Louis Zorich, von dem sie eine Tochter und zwei Söhne hat, in Montclair, New Jersey.

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