Oliver Parker

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
Oliver Parker Poster

Leben & Werk

Britischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Oliver Parker arbeitete zehn Jahre als Schauspieler, bevor er sich mit hochklassigen Literaturverfilmungen („Othello“), Thrillern („Fade to Black“) und Komödien („I Really Hate My Job“) als versierter Regisseur einen Namen machte. Wie Kenneth Branagh verfolgt er das Konzept von Literaturverfilmungen mit Starbesetzung. So führte er in den Oscar-Wilde-Adaptionen „Ein perfekter Ehemann“ (1999) und „Ernst sein ist alles“ (2002) Colin Firth, Rupert Everett, Reese Witherspoon, Cate Blanchett, Dame Judi Dench, Julianne Moore und Minnie Driver, die den geistreichen Witz und die glänzenden Dialoge Wildes hinreißend vermitteln.

Parkers größter Kassenerfolg war die Adaption von Ronald Searles Karikatur-Serie „Die Girls von St. Trinian’s“ (2007), eine schwarze Komödie um die anarchischen Elevinnen des Internats St. Trinian’s (unter ihnen Bond-Girl Gemma Atherton und Mischa Barton), die auf Kunstraub gehen, um die verschuldete Schule zu retten. Parker produzierte mit Everett, der in einer Doppelrolle als Direktorin (wie eine Doppelgängerin von Lady Camilla) und Vater einer Schülerin auftritt. 2008 inszenierte Parker seine dritte Oscar-Wilde-Adaption „Das Bildnis des Dorian Gray“, mit Ben Barnes in der Titelrolle des Dandys, der auf ewig äußere Schönheit zeigt, während an seiner Stelle sein Porträt altert. Colin Firth ist sein Freund Lord Henry Wotton, zu Dorians Frauen gehören Rebecca Hall und Emilia Fox.

Oliver Parker wurde 1960 in London als Sohn der Schriftstellerin Lady Gillian Parker und des Eisenbahnangestellten Sir Peter Parker geboren. Er wurde 1979 Mitglied von Clive Barkers „Dog Theatre Company „, wo er drei Jahre als Schauspieler und Regisseur wirkte, bevor er zum walisischen Repertoire Theatre wechselte und Shakespeare-Rollen spielte. Ab 1986 war er in Nebenrollen in TV-Serien („Matlock„, „The Bill“) und Kinofilmen zu sehen, darunter drei nach Barkers Vorlagen entstandenen Horrorfilmen („Hellraiser„, 1987; „Hellraiser II: Hellbound“, 1988; „Nightbreed„, 1990). 1995 wechselte er ins Regiefach und machte mit „Othello“ und Laurence Fishburne (Othello), Irène Jacob (Desdemona) und Kenneth Branagh (Jago) auf sich aufmerksam. Neben Literaturadaptionen inszenierte Parker 2003 das Sittengemälde „The Private Life of Samuel Pepys“ (TV), mit Steve Coogan als Schriftsteller der Elisabethanischen Ära.

Oliver Parkers Thriller „Fade to Black“ (2006) ist eine spannende Fiktion um Regielegende Orson Welles (Danny Huston), der 1948 nach dem Scheitern seiner Ehe mit Rita Hayworth während der Dreharbeiten zu seinem „Othello“-Film durch einen Mord am Set auf die Spur einer internationalen Verschwörung gerät und sich in seine Hauptdarstellerin Lea Padovani (Paz Vega) verliebt. In der Komödie „Eine Hochzeit zu dritt“ (2005) nimmt Piper Perabos Liebesglück mit Matthew Goode durch Lena Headey unerwartete Wendungen, in der Komödie „I Really Hate My Job“ (2007) gehören Neve Campbell, Alexandra Maria Lara und Shirley Henderson zu den fünf Londoner Kellnerinnen, die von ihrer Berufung träumen.

Oliver Parker war 2000 für das Beste Adaptierte Drehbuch („Ein perfekter Ehemann“) für den BAFTA Award nominiert.

Parkers Bruder ist der Schauspieler Nathaniel Parker (Cassio in „Othello“).

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