Oliver Bröcker

Schauspieler
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Leben & Werk

Deutscher Schauspieler. Rothaarig, untersetzt, häufig mit einem an Jack Black erinnernden flirrenden Blick, mal mit und mal ohne Bart, gehört Oliver Bröcker zu den unverzichtbaren Zuspielern, die als Aufrührer, Chaoten, Kleinkriminelle und Musiker das Salz in der Suppe guter Ensemblefilme liefern. Bröcker, der nie eine Schauspielschule besuchte, hat seit dem fünfzehnten Lebensjahr in über 50 TV-Produktionen mitgewirkt und ist in fast allen deutschen Krimiserien aufgetreten. Im Kino war Bröcker in einem Dutzend Spielfilmen zu sehen, glänzte in Leander Haußmanns DDR-Komödie „NVA“ (2005) als aufmüpfiger Rekrut Krüger, der sich eine blutige Nase holt, als Bassist Norbert, der mit Heinz Strunk (Maxim Mehmet) in der schrägen Komödie „Fleisch ist mein Gemüse“ (2008) in der Tanzkapelle Tiffanys spielt, und als Mario, irrlichternder Freund des vor der Polizei flüchtenden Brüderpaares in der Tragikomödie „Nichts geht mehr“ (2008).

In „Nichts geht mehr“ nimmt Bröcker die Nebenrolle des aggressiven Globalisierungsgegners in Berlin auf, die er in Hans WeingartnersDie fetten Jahre sind vorbei“ gespielt hatte. Wieder agiert er im Untergrund, wie in „Fleisch…“ ist Susanne Bormann seine Partnerin, und wie in „Kammerflimmern“ (2004), wo er an der Seite von Matthias Schweighöfers Rettungswagenfahrer den Methadonmann spielt, pendelt er gefährlich nah am Abgrund.

Viele Filme Bröckers spielen in der deutschen Provinz (Jo Baiers Dreiteiler „Der Laden“), einige in der DDR („Kleinruppin Forever„). Den Löwenanteil machen Krimiserien und Polizeifilme aus. Bröcker war in der „Tatort“-Reihe (sechs Episoden), „Polizeiruf 110″, Soko Wismar“, HeliCops“, „Alarm für Cobra 11“, „Wolffs Revier“, „Bella Block“, „Ein Fall für zwei“, SK Kölsch“, „Abschnitt 40“, „Faust“, „Balko“, „Der letzte Zeuge“, „Ein starkes Team“ und „Großstadtrevier“ dabei, spielte Crash Kids, Entführer, Polizisten und im dreiteiligen „Rosa Roth“-Special „Der Tag wird kommen“ (2007, mit Iris Berben) die rechte Hand von Waffenhändler Kleve (Mario Adorf). Für seine Rollen als Polizeischüler Bernie in Christian Wagners „Zehn wahnsinnige Tage“ war er 2000, und für seine Rolle des Polizisten Martin, der in Thorsten Näters „Mit dem Rücken zur Wand“ von der Vergangenheit eingeholt wird, 2003 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

Oliver Bröcker wurde 1977 als Sohn eines Beamten in Berlin geboren, wo er bis heute in Kreuzberg lebt. 1992 nahm er am Casting zu Wolfgang Beckers Jugenddrama „Kinderspiele“ teil und begann als Schüler Kalli seine Karriere. Er gehörte zu Til Schweigers Bande in Urs Jeggers Remake von „Die Halbstarken“ (TV 1996), zum Star-Ensemble des Katastrophenfilms „Das Wunder von Lengede“ (TV 2003) und war Geldbote im Musikfilm „Verschwende deine Jugend“ (2002).

Oliver Bröcker spielt Bass, Gitarre, Schlagzeug und beherrscht einige Kampfsportarten.

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