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Leben & Werk

O. W. Fischer war neben Curd Jürgens der bestbezahlte deutschsprachige Schauspieler der Wirtschaftswunderjahre. Er spielte Helden und – häufig an der Seite von Maria Schell und Ruth Leuwerick – sympathische junge Liebhaber. Der Leinwandstar mit den strahlend blauen Augen faszinierte ein Millionenpublikum und stand etwa 40-mal mit einer Hauptrolle vor der Kamera. Eine der Glanzrollen Fischers war die des Bayernkönigs in „Ludwig II.“ (1954), aber auch als der Hellseher „Hanussen“ (1955) oder als Leutnant Bluntschli in „Helden“ (1958) überzeugte er sehr. Fischer war früh in der Lage, ein Mitspracherecht durchzusetzen, das es ihm ermöglichte, auf die Anlage seiner Rollen Einfluss zu nehmen. Häufig gerieten seine Charaktere daher zu grüblerischen, undurchsichtigen aber in der Regel sympathischen Individualisten.

Otto Wilhelm Fischer wurde am 1. April 1915 in Klosterneuburg bei Wien geboren. Sein Vater war Jurist, später Hofrat der niederösterreichischen Landesregierung. Ab 1933 studierte er einige Semester Germanistik, Anglistik und Kunstgeschichte. Ab 1936 erhielt er Schauspielunterricht am berühmten Reinhardt-Seminar. Es folgten zahlreiche Theater-Engagements und kleine Nebenrollen beim Film. Seinen ersten größeren Leinwandauftritt hatte er 1939 neben Hans Moser in „Anton, der Letzte„. Bis Anfang der 50er-Jahre agierte O.W. Fischer in einigen Filmen und stand im Wiener Burgtheater auf der Bühne. Erst danach gelang ihm der Durchbruch zum Kinostar im ganzen deutschsprachigen Raum. 1957 scheiterte jedoch der Versuch, auch in Hollywood Fuß zu fassen. Fischer zog sich schon seit Mitte der 60er-Jahre vom Filmgeschäft zurück und lebte zurückgezogen im schweizerischen Örtchen Vernate. 1942 hatte er die tschechische Schauspielerin Anna Usell geheiratet, mit der er bis zu ihrem Tod 1985 zusammmenblieb. Neben seltenen Auftritten im Fernsehen befasste sich Fischer vor allem mit Themen der Philosophie. Am 29.1.2004 starb er im Alter von 88 Jahren an Herzversagen.

Den ersten kleinen Filmauftritt hatte Fischer in „Burgtheater“ (1936). Zu Kriegszeiten drehte er unter anderem „Der Meineidbauer“ (1941), „Sommerliebe“ (1942) und „Spiel mit der Liebe“ (1944). Der große Erfolg kam in den 50ern vor allem als Filmpartner von Maria Schell. Mit ihr spielte er in: „Bis wir uns wiedersehen“ (1952), „Der träumende Mund“ (1952), „Solange du da bist“ (1953) und „Das Riesenrad“ (1961). In dieser Zeit entstanden noch: „Tagebuch einer Verliebten“ (1953), „Bildnis einer Unbekannten“ (1954), „Herrscher ohne Krone“ (1956) und „El Hakim“ (1957). Zu seinen komischen und leichteren Rollen gehörten „Peter Voss, der Millionendieb“ (1958) und „Es muß nicht immer Kaviar sein“ (1961). O. W. Fischers letzte Rollen waren „Onkel Toms Hütte“ (1965), „Das weite Land“ (1970), „Ein Glas Wasser“ (1976) und „Auferstehung in Lugano“ (1986).

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