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Norman Taurog

Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

Er wurde am selben Tag wie Erich Kästner geboren und gab Kindern und Jugendlichen in seinen Filmen großen Raum, vor allem in den beiden nach Mark Twains Romanen entstandenen „Huckleberry Finn“ (1931) und „Toms Abenteuer“ (1938). Regisseur Norman Taurog (1899 - 1981) verband Komik, Drama und Rührseligkeit in unterhaltsamen Filmen, führte Regie für Jerry Lewis und Dean Martin, Elvis Presley und Mickey Rooney und sah sich selbst als am Markt orientierten Regisseur. Mit 14 trat er erstmals in einem Film auf, dann inszenierte er für den Komiker Larry Semon burleske Szenen und komische Verfolgungsjagden. Taurog, der in vier Jahrzehnten über 80 Filme realisierte, erhielt schon 1931 für das Melodram „Skippy“, um einen zehnjährigen Jungen (Kinderstar Jackie Cooper), seinen (einzigen) Regie-„Oscar“. Er inszenierte mit „Teufelskerle„(1937) und „Das sind Kerle“ (1941) die beiden Filme um das von dem irischen Pater Flanagan (Spencer Tracy) geleitete Internat, in dem Sorgenkinder wie Mickey Rooney Flanagan manchen Ärger bereiten. Für den Tenor Mario Lanza schuf Taurog mit „Der Fischer von Louisiana“ ein Ambiente, in dem sich der beliebte Sänger vom Fischer zum Gentleman entwickeln kann. In den 50ern inszenierte Taurog mehrere Filme für das Gespann Jerry Lewis und Dean Martin, zunächst den Music-Hall-Film „Der Prügelknabe“, in dem Lewis als Trottel Martin bei Auftritten unterbricht, bis er mehr Erfolg hat (was der Realität entsprach, wo Martin bald der „Prügelknabe“ für Lewis wurde), dann den Truppenbetreuungs- und Militärschwank „Schrecken der Division“, den Golf-Film „Der Tollpatsch“ (eine Variante des Cyrano-de-Bergerac-Stoffes), den „Patient mit Dachschaden“, den „Gangsterschreck“, in dem Lewis in einem Mädchenpensionat landet und eine Bogart-Parodie abzieht, sowie die Western-Parodie „Pardners - Wo Männer noch Männer sind“. Nach der Trennung des Teams entstand nur noch „Jerry, der Astronautenschreck“, den Lewis drehen musste, um den Vertrag mit Produzent Hal B. Wallis zu erfüllen. Taurog wandte sich anderen Serienprodukten zu und filmte zwischen 1960 und 1968 den „King“ Elvis Presley in „Cafe Europa“, „Blaues Hawaii“ (der erfolgreichste Elvis-Film), „Girls! Girls! Girls!“ (mit Stella Stevens auf Hawaii), „Ob blond, ob braun“ (Elvis als Flieger), „Cowboy-Melodie“ (Elvis als Rodeo-Reiter), „Sag‘ niemals ja“ (Elvis fährt Rennen), „Zoff für zwei“ (Elvis als Sänger), „Speedway“ (Elvis als gutherziger Rennfahrer, mit Nancy Sinatra) und „Liebling, lass das Lügen“ (der erste Elvis-Film, in dem der King ein Bett mit einer kurvenreichen Partnerin teilen durfte). Für den Teenager-Markt entstand 1963 „Im Paradies ist der Teufel los“ mit dem damals populären Gespann Connie Stevens und Troy Donahue. Einer der letzten Filme Taurogs war die Science-Fiction-Agentenfilm-Parodie „Dr. Goldfoot und seine Bikini-Maschine“ (1965), in dem Vincent Price als verrückter Wissenschaftler im Goldlamé-Jacket auftritt.

Filme und Serien

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