Noomi Rapace

Noomi Rapace

Leben & Werk

Die schöne Schwedin wurde mit ihrer genialen Interpretation der düsteren Computer-Hackerin Lisbeth Salander weltberühmt. In der Krimi-Trilogie, die auf Stieg Larssons gleichnamigen Romanen beruht, rechnet sie als Außenseiterin mit ihrer traumatischen Vergangenheit ab.

Noomi Rapace: Steckbrief und Filme

Noomi Rapace wurde 1979 als Noomi Norén in Hudiksval, Gävleborgs län, Schweden, als Tochter einer schwedischen Schauspielerin und eines spanischen Flamenco-Sängers geboren. Sie wuchs bei der Mutter auf, die in zweiter Ehe einen Isländer heiratete, sodass Noomi einen Teil ihrer Kindheit in Island verbrachte. Mit sieben Jahren trat sie in einer Statistenrolle in dem Wikingerfilm “Der Schatten des Raben” (1988) auf und wollte fortan Schauspielerin werden.

Mit 15 Jahren verließ sie das Elternhaus und zog nach Stockholm, wo sie auf die Schauspielschule ging. Nach ihrem Kinodebüt “Ich hätte Nein sagen können” (1997) war sie erstmal auf den Stockholmer Theaterbühnen unterwegs. Ab 2005 spielte sie kleinere Rollen in den Krimis “Blutsbrüder” und “The Searchers: The Return” (2006). In dem Sozialdrama “Daisy Diamond“ (2007) spielt sie eine junge schwedische Mutter, die von einer Schauspielkarriere träumt und in eine Abwärtsspirale gerät. Durch ihre Rolle als überforderte Mutter konnte sie sich als Schauspielerin für extreme Frauenrollen etablieren.

Durchbruch als Lisbeth Salander in der Krimi-Adaption “Verblendung”

In “Verblendung“ (2009), “Verdammnis“ (2009) und “Vergebung“ (2009) verkörperte die schöne Schwedin eine verstörte Frau, die von sadistischen Männern missbraucht wurde und ihren Peinigern die gerechte Strafe bringen will. Zusammen mit einem investigativen Journalisten, der von dem schwedischen Star Michael Nyqvist verkörpert wird, kämpft sie gegen die korrupte Gesellschaft.

Die Trilogie ist ein Höhepunkt der skandinavischen Krimikunst und zeigt die Abgründe einer Gesellschaft zwischen Familienkatastrophen, Machtmissbrauch, Korruption und Menschenhandel. Für die fordernde Rolle der Lisbeth Salander unterzog sich Noomi Rapace einer kompletten Verwandlung. Sie lernte  Motorradfahren, trainierte Boxen, piercte sich mehrfach das Gesicht und veränderte ihre Erscheinung radikal zu einer androgynen Punkerin mit Irokesenschnitt.

Noomi Rapace: Weitere Filme “Babycall” und “Prometheus”

Nach dem Sensationserfolg der Trilogie, war Rapace 2010 in “Beyond“, einem Familiendrama über Kindesmissbrauch, zu sehen. Kurz darauf spielte sie in dem Thriller “Babycall” (2011) eine Mutter, die vor ihrer düsteren Vergangenheit eingeholt wird. In Hollywood brachte ihr die “Millennium“-Trilogie eine Rolle in Ridley Scotts Alien-Prequel “Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2012) sowie einen Auftritt im Action-Blockbuster “Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (2011) an der Seite von Robert Downey jr. ein.

Für “Verblendung“-Regisseur Niels Arden Oplev spielte Rapace im Thriller “Dead Man Down“ (2013) die geheimnisvolle schöne Nachbarin von Gangster Victor (Colin Farrell). Im amerikanischen Krimi-Drama “The Drop – Bargeld” (2014) war sie außerdem an der Seite von Tom Hardy als Frau mit einer dunklen Vergangenheit zu sehen. 2015 verkörperte Noomi Rapace in dem Mystery-Thriller “Kind 44” mit Tom Hardy, Gary Oldman und Vincent Cassel eine politisch verfolgte Russin.

Noomi Rapace privat

Noomi Rapace war von 2000 bis 2011 mit Schauspieler Ola Rapace (Polizist in Wallander-Krimis) verheiratet, mit dem sie einen Sohn (2003) hat. Das Paar wählte den Künstlernamen Rapace (frz. für Raubvogel) gemeinsam. 2011 ließen sie sich offiziell scheiden. Danach war sie kurze Zeit mit einem schwedischen Kickboxer liiert. Rapace besuchte die Waldorfschule und durchlief in ihrer Jugend eine Punk-Phase, die Kneipenprügeleien und Alkoholexzesse einschloss.

Noomi Rapace Auszeichnungen

  • 2011 Nominierung als beste Schauspielerin “Verblendung”, BAFTA Awards
  • 2011 Nominierung als beste Schauspielerin für die „Millenium“-Trilogie Emmy Awards
  • 2010 Auszeichnung als beste Internationale Schauspielerin “Verblendung”, Jupiter Award
  • 2009 Nominierung als beste Schauspielerin “Verblendung”, Europäischer Filmpreis

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