Oscar-Nominierungen: Duell zwischen Firth in "King's Speech" und Bridges in "True Grit"

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Nicole Kidman Poster

Königlicher Zungen-Akrobat gegen Western-Veteran mit Augenklappe.

Von der Academy am häufigsten nominiert: "The King's Speech" und "True Grit" Bild: Fox, Paramount

Das sind Helden, wie Hollywood sie liebt: Colin Firth glänzt im wundervollen Historienfilm „The King’s Speech“ als englischer König George VI, der den Thron nie wollte, weil er schlimm stottert, und dann doch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Britannien auf den Kampf gegen Hitler einschwören soll. Die gefühlvoll inszenierte Antihelden-Geschichte wurde von der Academy of Motions Picture Arts and Sciences für sage und schreibe 12 Oscars nominiert - und ist damit sicher auch der Favorit auf die Auszeichnung als bester Film.

Dahinter folgt der neue Streich der Academy-Lieblinge Joel und Ethan Coen, die zuletzt mit „No Country for Old Men“ abgeräumt hatten. Ihr Remake des John Wayne-Klassikers „Der Marshall“ unter dem Titel „True Grit“ bringt es für die Verleihung am 27. Februar auf insgesamt 10 Nominierungen. Darunter selbstverständlich auch Jeff Bridges, der in die offensichtlich doch nicht unausfüllbaren Fußstapfen von John Wayne tritt.

Trotzdem gilt Colin Firth als Favorit auf den Oscar für den besten Hauptdarsteller, nicht zuletzt da Bridges erst letztes Jahr den Oscar für „Crazy Heart“ gewann. Bestenfalls Außenseiterchancen haben Jesse Eisenberg als Facebook-Gründer in „The Social Network„, James Franco als Outdoor-Freak in „127 Hours“ und Javier Bardem in „Biutiful„, dessen Film auch als Favorit in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film gehandelt wird - ein deutscher Beitrag ist dort diesmal leider nicht nominiert.

Der schwarze Schwan weint, aber Portman darf trotzdem hoffen

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Als Gewinner dürfen sich zudem schon jetzt das Facebook-Drama „The Social Network“ und Christopher Nolans SciFi-Verwirrspiel „Inception“ mit 8 Nominierungen zählen. Das Box-Drama „The Fighter“ mit Mark Wahlberg und Christian Bale, beide auch als Darsteller nominiert, bringt es auf 7 Oscar-Chancen, dann folgt mit 6 Nominierungen das Extremsportler-Drama „127 Hours“ von „Slumdog Millionär„-Macher Danny Boyle um einen Mann, der sich den eigenen Arm abtrennt.

Erst dann reiht sich der im Vorfeld schwer gehypete Ballett-Thriller „Black Swan“ ein, der es überraschend auf lediglich 5 Oscar-Chancen bringt. Trotzdem ist Natalie Portman weiter die unantastbare Favoritin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin: Die Mitbewerberinnen Nicole Kidman im Familiendrama „Rabbit Hole„, Annette Bening im Patchwork-Familienfilm „The Kids Are All Right„, Jennifer Lawrence im Südstaatendrama „Winter’s Bone“ und Michelle Williams im Liebestagebuch „Blue Valentine“ haben nicht annähernd so eindringliche schauspielerische Leistungen zu bieten.

Ebenfalls 5 Nominierungen gab’s etwas überraschend für „Toy Story 3„, der nicht nur als bester Animationsfilm, sondern auch als bester Film nominiert ist, dazu in den Kategorien Drehbuch, Filmsong und Tonschnitt.

Als beste Filme sind konsequenterweise hauptsächlich die Filme nominiert, die auch insgesamt die meisten Nominierungen erhielten. Neben den erwähnten „The King’s Speech„, „True Grit„, „The Social Network„, „Inception“ (der allerdings fast nur in „technischen“ Kategorien nominiert ist), „The Fighter„, „127 Hours„, „Black Swan“ und „Toy Story 3“ sind das außerdem „The Kids Are All Right“ (4 Nominierungen) und „Winter’s Bone“ (ebenfalls 4).

Der Regisseur trägt enorm zum Gelingen oder Scheitern des gesamten Films bei, meint auch dieses Jahr wieder die Academy, und so sind die Macher der multipel nominierten Filme auch hier ganz vorn dabei. Tom Hooper dürfte logischerweise für „The King’s Speech“ die besten Karten haben, gefolgt von den Coens für „True Grit„, die aber möglicherweise schon den ein oder anderen Preis zu viel gewonnen haben. David Fincher für „The Social Network„, David O. Russell für „The Fighter“ und Darren Aronofsky für „Black Swan“ werden wohl das Nachsehen haben.

Klarer Favorit auf den Oscar als bester Nebendarsteller ist eindeutig Geoffrey Rush, der in „The King’s Speech“ den exzentrischen Sprachtherapeuten von King George spielt. Christian Bale hat als Mark Wahlbergs Boxer-Bruder in „The Fighter“ eine Außenseiterchance.

Enger geht’s bei den Damen zu: Die junge Hailee Steinfeld gilt als Geheimtipp, sie bittet in „True GritJeff Bridges um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Amy Adams spielt in „The Fighter“ groß auf, ihre Kollegin Melissa Leo (zuletzt für „Frozen River“ nominiert) macht ihr im selben Film direkte Konkurrenz. Auch Helena Bonham Carter könnte als Ehefrau von Colin Firth alias König George in „The King’s Speech“ gewinnen und von einem möglichen Goldregen in anderen Kategorien profitieren. Für Jackie Weaver aus „Animal Kingdom“ gilt dagegen wohl eher die alte Oscar-Platitüde: „Es ist schon eine Ehre, nur nominiert zu sein…“

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