1. Kino.de
  2. Stars
  3. Nicole Kidman
  4. News
  5. Man sieht deutsh, Down Under

Man sieht deutsh, Down Under

Ehemalige BEM-Accounts |

Nicole Kidman Poster
© EMV

Die deutschen Touristen haben ihn längst erobert, den fünften Kontinent. Jetzt schickt sich auch ein kleines deutsches Filmfestival an, Koala-Country im Sturm zu nehmen.

In Melbourne wurde für "Good Bye, Lenin" die Mauer wieder aufgebaut Bild: EMV

Bereits zum zweiten Mal fand in den Metropolen Sydney und Melbourne das „BMW Festival of German Cinema“ statt, und konnte satte zehn Prozent mehr Zuschauer vor die Leinwände locken. Präsentiert wurde vom 21. bis 30. August eine Auswahl von 14 neuen deutschen Filmen aller Genres, vom Thriller („Tattoo„) bis zum Kinderfilm („Das fliegende Klassenzimmer„). Als der Hit erwies sich, wie überall auf der Welt, der Eröffnungsfilm „Good Bye, Lenin!„. Aus der Taufe gehoben hat die Filmshow das australische Goethe-Institut.

Das Kulturzentrum am Federation Square ist ein faszinierendes Ausstellungs- und Medienzentrum, und neuer Touristenmagnet: In einer gewagten und in der „Kulturhauptstadt“, wie sich Melbourne selbst gern nennt, heftig umstrittenen Architektur verbindet die vom Staat Victoria finanzierte Einrichtung Expositions-, Unterrichts- und Screening-Locations für die Bereiche Film, Fernsehen, Games, Video, Internet und Digitale Medien.

Der Kino-Hit "Good Bye, Lenin" sorgte für eine "Ostalgie"-Welle Bild: X Verleih

„Good Morning, Lenin“

In Sydney dagegen setzte man auf den verträumten Charme schöner alter Programmkinos - und schuf damit ein gänzlich anderes, intimeres Ambiente für das kleine Festival.

Bilderstrecke starten(485 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Nicole Kidman

Wie groß das Interesse am Filmland Deutschland jenseits von Fassbinder und Werner Herzog ist, hat schon der Erfolg der Küchen-Romanze „Mostly Martha“ gezeigt, der dort unlängst im Kino lief. Auch „Good Bye, Lenin!“, der erfolgreichste deutsche Film 2003, hat einen australischen Verleih gefunden. Das Publikum ist dankbar für Movies from Germany, die eine australische Leinwand erblicken - das sind nicht viele, was umgekehrt leider genauso gilt.

Sydneys Rushcutters Bay: Perfekter Ort für Russell Crowes Penthouse Bild: EMV

Australien - Heimat der Stars

Zwar genießt der kleinste Kontinent international bei Cinéasten großes Ansehen, brachte er doch Filmemacher hervor wie Peter Weir, Phillip Noyce („Der stille Amerikaner„) und Baz Luhrmann oder die Schauspieler Nicole Kidman (geboren in Honolulu) und Russell Crowe, eigentlich ein gebürtiger Neuseeländer, der aber seit seiner Kindheit in Australien lebt und ein erklärter Fan von Känguru-Land ist. Doch die meisten sehen ihre Heimat nur privat, gearbeitet wird in Amerika.

Immerhin: Noyce schuf vor kurzem mit „Long Walk Home“ einen bewegenden Film über das Leben von Aborigine-Kindern in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Und Baz Luhrmann holte „Moulin Rouge“ und damit Nicole Kidman nach Hause - der Film entstand in den eigens gegründeten Fox-Studios in Sydney. Doch dort wird inzwischen an Big-Budget-US-Produktionen wie „Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger“ und „Matrix“ gearbeitet, Down Under entstehen zumeist billige Independent-Filme.

Was darf bei einem deutschen Filmfest nicht fehlen? Richtig, deutsches Bier! Bild: EMV

Über’s Wochenende nach Sydney

Dafür trägt Superstar Russell Crowe, der pro Film ungefähr vier mal so viel verdient wie ein durchschnittlicher australischer Film kostet, anderweitig zum australischen Bruttosozialprodukt bei: Er hat sich gerade für einige Millionen Aussie-Dollar eine Penthouse-Wohnung in Sydneys malerischer Rushcutters Bay zugelegt - damit er angemessen absteigen kann, wenn er mal aus Amerika oder von seiner Farm im Outback zu Besuch kommt.

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare