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Das bringt der Bär

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Nicole Kidman Poster
© Buena Vista

Internationale Stars auf dem roten Teppich, einFestival-Chef in Höchstform und eine Auswahl der besten Filme aus aller Welt bei der 54. Berlinale.

Der Weg führt über Berlin: Jude Law und Nicole Kidman sind "Unterwegs nach Cold Mountain" Bild: Buena Vista

Mit „Unterwegs nach Cold Mountain„, dem heißen Oscar-Favoriten, startet am 5. Februar Deutschland wichtigstes Filmfestival. Neben Anthony Minghellas mit Nicole Kidman und Jude Law prominent besetztem Bürgerkriegs-Drama sind Filme aus aller Welt im Rennen um den Goldenen Bären dabei.

Wie schon im letzten Jahr wird sich die zu erwartende Film-Prominenz nicht von eisigen Temperaturen abschrecken lassen und sich in die Berliner Nächte stürzen. Natürlich erst nach dem Kino, das die Festivalmacher mit einem Programm bestücken, das sich sehen lassen kann.

Verspricht "ein thematisch und stilistisch vielseitiges Programm": Festivalleiter Dieter Kosslick Bild: Berlinale

Vielfältige Rekordjagd

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Laut Festivalleiter Dieter Kosslick ist alles dabei, „von der tragischen Liebesgeschichte zum politischen Psycho-Drama, vom historischen Thriller zur intimen Familien-Saga“. Ob damit die Rekordzahlen des letzten Jahres (368.400 verkaufte Kinokarten und 1.384 Vorführungen) noch zu toppen sind?

Neben dem Wettbewerb informiert das „Forum“ über innovative Strömungen des internationalen Films und die Erweiterung seiner ästhetischen Möglichkeiten. Auf den aktuellen Stand der deutschen Filmproduktion bringt die Reihe „German Cinema“ und „Perspektive Deutsches Kino“ stellt mit ca. zehn neuen Produktionen vor allem unkonventionelle deutsche Filmemacher der Zukunft vor.

Dazu laufen die „Retrospektive New Hollywood 1967-1976“, das „Panorama“, das Kinderfilmfest und der Jugendfilmwettbewerb „14plus“.

Tommy Lee Jones spricht in "The Missing" fehlerfrei den Chiricahua-Dialekt der Apachen Bild: Columbia TriStar

Hollywood in Berlin

Die international besetzte Jury um Präsidentin Frances McDormand, die Berlins Statussymbol als tierische Awards zu vergeben hat, wird es auch in diesem Jahr wieder schwer haben. Die Hauptsektion des Festivals verspricht Interessantes und Innovatives - ebenso wie die Highlights der anderen Programme.

Mit Ron HowardsThe Missing“ ist ein echtes Hollywood-Schwergewicht im Wettbewerb: Cate Blanchett jagt in dem anpruchsvollen Western-Drama an der Seite ihres schwierigen Vaters (Tommy Lee Jones) die Kidnapper ihrer Tochter. Die zweite große US-Produktion läuft dagegen außer Konkurrenz: Jack Nicholson spielt in „Was das Herz begehrt“ eine Paraderolle als alternder Playboy, der entgegen seiner sonstigen Vorlieben plötzlich den Reiz einer Dame seiner eigenen Generation (Diane Keaton) entdeckt.

Es kriselt hinter deutschen Wohngebäudefassaden: "Die Nacht singt ihre Lieder" Bild: Prokino

Deutschlands Beste

Gleich zwei deutsche Filme kämpfen im Wettbewerb um den Goldenen Bären: Das Psychokammerspiel „Die Nacht singt ihre Lieder“ um ein junges Ehepaar (Frank Giering und Anne Ratte-Polle) in der Krise und das neue Werk von „Solino„-Regisseur Fatih Akin: Sein Beziehungsdrama „Gegen die Wand“ erzählt von einer tragischen Scheinehe zwischen einer Türkin und einem deutschen Alkoholiker.

Ein weiteres deutsches Kinojuwel ist im „Panorama“ zu sehen: Deutschlands beste Jungstars Daniel Brühl und August Diehl fragen „Was nützt die Liebe in Gedanken“ - ein Drama um große Gefühle, Ideale und Verblendung nach der authentischen „Steglitzer Schülertragödie“ von 1927.

"The Weaping Meadow" könnte sich als neues Angelopoulos-Meisterwerk entpuppen Bild: Pegasos Film

Europäische Feinkost

Im Wettbewerb schickt Spanien Manuel Gutiérrez Aragón mit der Liebes- und Familiengeschichte „La vida que te espera“ („Your Next Life“) ins Rennen. Er ist damit zum sechsten Mal im Wettbewerb vertreten, 1977 gewann er mit „Camada negra“ einen Silbernen Bären.

Aus Kroatien kommt „Svjedoci“ („Die Zeugen“) von Vinko Bresan, eine Geschichte vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Kriegs. Aus Dänemark kehrt schließlich Annette K. Olesen mit ihrem zweiten Film „Forbrydelser“ („In Your Hands“) über die Beziehung einer jungen Pastorin zu einer Gefängnisinsassin zurück. Ihr Debütfilm „Kleine Missgeschicke“ war 2002 mit dem Blauen Engel für den besten europäischen Film ausgezeichnet worden.

Christina Ricci und Charlize Theron im Oscar-Favoriten "Monster" Bild: Berlinale

Oscar-Kandidat

Aus Großbritannien ist Ken Loach mit „Ae Fond Kiss“ dabei, einem Drama über die Liebe eines jungen Asiaten zu einer kaukasischen Frau in Glasgow, sein Landsmann John Boorman mit „Country of My Skull“ über einen Washington Post-Journalisten beim Apartheids-Tribunal in Südafrika.

Griechenlands Meisterregisseur Theo Angelopoulos ist mit “ Trilogy I, Weeping Meadow“ vertreten, und die USA gehen stark gerüstet ins Rennen: Mit Hans Petter MolandsBeautiful Country“ über die Folgen des Vietnamskriegs, Patty JenkinsMonster“ (Charlize Theron gilt in der Rolle todbringende Highway-Prostituierte als heiße Oscar-Anwärterin) und Richard LinklatersBefore Sunrise„-Sequel „This Time“.

Mögen die Bären an die Besten gehen!

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