Nicolas Roeg

Schauspieler • Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann

Leben & Werk

Mysteriöse Verwirrspiele in aufregenden visuellen Welten kennzeichneten die Filmwelten des britischen Kameramannes und Regisseurs Nicolas Roeg, der sich mit „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ und „Der Mann, der vom Himmel fiel“ Mitte der 70er Jahre in die Filmgeschichte einschrieb. „Gondeln“ definierte den Psycho-Thriller neu anhand der Geschichte eines Architekten (Donald Sutherland), der seinen Tod in Venedig voraussieht und ihn nicht verhindert. Die Liebesszene mit seiner Frau (Julie Christie), in der der Akt und die Zeit danach ineinander verzahnt werden, ist eine der erotischsten Szenen der Filmgeschichte. Mit David Bowie entstand die Vision eines Außerirdischen, der für seinen Planeten Hilfe sucht und auf der Erde zerstört wird. Nicolas Roeg, geboren 1928 in London, fing als Second Unit Kameramann bei „Lawrence von Arabien“ an und arbeitete als Chefkameramann bald mit Größen wie Roger Corman („Die Maske des roten Todes“), Truffaut („Fahrenheit 451“), John Schlesinger („Die Herrin von Thornhill„) und Richard Lester (Petulia“), deren Filme durch seine Arbeit gewannen. Roegs Debüt „Performance“ erzählt von einem Pop-Star (Mick Jagger) zwischen Sex und Crime und war einer der Schlüsselfilme der 60er Jahre. „Walkabout“ handelt von der Begegnung zweier Kinder mit einem Aborigine. Roegs Stil der fragmentarischen Zersplitterung von Raum und Zeit, das Aufbrechen der linearen Erzählform führte, auch wenn die psychologische Charakterisierung seiner Personen stimmig war, den Regisseur mit Werken wie „Bad Timing“ oder „Eureka“, die teilweise keinen Verleih fanden, ins finanzielle Abseits, so dass er sich ab 1985 mehr konventionellen Erzählungen widmete. „Insignificance“ beschreibt eine Nacht in einem Hotel mit Albert Einstein, Senator McCarthy, Baseballspieler Joe DiMaggio und Marilyn Monroe, „Castaway“ ist eine Robinsonade und Beziehungsgeschichte, die auf einer Südseeinsel zwischen Oliver Reed und Amanda Donahoe scheitert, „Track 29“ ein ödipales Drama um den Drifter Gary Oldman. Im Gegensatz zu diesen teils schwer zugänglichen Filmen schuf Roeg mit „Hexen hexen“ (und Anjelica Huston als Oberhexe) nach der Geschichte von Roald Dahl einen schwarzhumorigen Kinderfilm. Seine Verfilmung der Joseph-Conrad-Novelle „Heart of Darkness“ entstand für das Fernsehen, für das er sich auch mit der Geschichte von „Samson und Delilah“ an dem Bibelprojekt internationaler TV-Sender beteiligte. Roeg war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Theresa Russell verheiratet, die seit „Bad Timing“ in vielen Filmen ihres Gatten gespielt hat.

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