Nick Nolte

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Leben & Werk

Wie der französische Rebell Gérard Depardieu, von dem er einmal in Cannes unter den Tisch getrunken wurde, hat Nick Nolte (geb. 1941) eine bewegte Jugend hinter sich, galt als Sozialfall und wurde mehrfach straffällig. Das Theater wurde zur Therapie, er gastierte 14 Jahre auf verschiedenen Bühnen, bis er mit der TV-Serie „Arm und reich“ populär wurde und an der Seite der schönen Jacqueline Bisset in dem Unterwasser- Thriller „Die Tiefe“ erfolgreich den Sprung ins Filmgeschäft wagte.

Nolte spielt ungestüme Raubeine, haltlose Charaktere, von Bewegungsdrang getriebene Wilde, nicht zur Ruhe kommende Drifter, Einzelgänger und Exzentriker. Der „kalifornische Eiche“ genannte Nolte, ein Kerl wie ein Schrank, der auf Pressekonferenzen einer der schlagfertigsten und witzigsten Interviewten bleibt, ist immer ein Getriebener und Entwurzelter, ob als Lehrer („Die Aufsässigen“), Vietnamveteran („Dreckige Hunde„), Maler („New Yorker Geschichten„), entlassener Sträfling, der zur Geiselnahme gezwungen wird (in „Das Bankentrio“, dem US-Remake von „Die Flüchtigen“, wo Depardieu die Rolle spielte), Autor hinter Gittern („Der stählerne Vorhang„) oder Stadtstreicher, der in Beverly Hills eine Familie von Neureichen sexuell beglückt (Paul Mazurskys „Zoff in Beverly Hills„). Zu Noltes besten Arbeiten zählen der Fotojournalist in Nicaragua in „Under Fire“ und der Journalisten-Rivale von Julia Roberts in „I Love Trouble„. Zwei seiner größten kommerziellen Erfolge feierte er an der Seite von Eddie Murphy in den beiden Cop-Filmen „Nur 48 Stunden“ und „Und wieder 48 Stunden“ als von Murphy verbal gebeutelter Detective.

Mit zunehmendem Alter war Nolte selbst in Kostümrollen („Jefferson in Paris„, „The Golden Bowl„) zu sehen und zeigte seine kurioseste Seite in der Rolle des Angestellten, der heimlich rote Dessous trägt, in „Breakfast for Champions“. In Ang Lees aufwendiger Comic-Verfilmung „Hulk“ spielte er in einer Paraderolle den verrückten Wissenschaftler-Vater von Eric Bana, der sich als Bruce nach einem Unfall mit Gamma-Strahlen bei steigendem Aggressivitätspegel in das grüne Monster verwandelt – nicht zuletzt, weil ihm sein Vater die Auswirkungen eines Selbstversuchs vererbt hat. Als abgehalfterter Spieler und Kleingauner Bob Montagnet erhält Nolte in Neil Jordans furiosem „The Good Thief“, Remake von Jean-Pierre MelvillesDrei Uhr nachts„, eine letzter Chance, als er den Diebstahl einer Kunstsammlung in Monte Carlo orchestrieren soll.

Mit seiner 1997 gegründeten Produktionsgesellschaft unterstützt Nolte Filme von Independent-Regisseuren.

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