Neil Diamond

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Leben & Werk

Der US-amerikanische Sänger und Songschreiber Neil Leslie Diamond kommt am 24. Januar 1941 als Kind jüdischer Eltern in Brooklyn zur Welt, wo er aufwächst und (gemeinsam mit Barbara Streisand) die High School besucht. Zu seinem sechzehnten Geburtstag erhält er eine Gitarre. Wenig später beginnt er, eigene Songs zu schreiben – Melodien voller Klischees und blumiger Gefühlsduselei. Ein erster Erfolg gelingt dem von Western-Filmen inspirierten „jüdischen Cowboy“ (New York Times) 1966 mit „Solitary Man„. Eine wahre Erfolgsserie ähnlicher Schlager soll folgen. Auch andere Künstler profitieren von Diamonds Begabung: Im selben Jahr landen die Monkees mit „I’m A Believer“ einen Welthit, Deep Purple covern „Kentucky Woman“ (1968). 1970 zieht es den Musiker nach Los Angeles, wo er seine Songschreiber-Kunst mit seichten Titeln wie „Cracklin‘ Rosie“ oder „Song Song Blue“ sowie durch pompös orchestrierte Kostüm-Auftritte weiter verwässert. Doch der Erfolg gibt ihm Recht: 1972 steht er im berühmten Greek Theater in L.A. zehn Abende in Folge vor ausverkauftem Haus. Das so entstandene Live-Doppelalbum dokumentiert sehr anschaulich Diamonds herausragende Fähigkeiten als Entertainer. 1981 gibt er in „The Jazz Singer“ sein Leinwand-Debüt. Der Streifen floppt, die gleichnamige Platte findet reißenden Absatz. 1986 stellt er einen weiteren Publikumsrekord auf, als er acht Mal hintereinander den New Yorker Madison Square Garden bis auf den letzten Platz füllt. In der Folge wird es allmählich immer stiller um den Sänger, wenngleich seine Songs immer wieder in den Hitlisten auftauchen, etwa das von UB40 als Reggae runderneuerte „Red Red Wine“. 1991 kehrt er mit dem Album „Lovescape“ und der Hilfe von Produzent Don Was stilistisch zu seinen Wurzeln zurück und zieht im ersten Halbjahr 1992 in den USA mehr Konzertbesucher an als jeder andere Künstler. Seine Gesamtverkäufe werden im Herbst 2005 auf rund 120 Millionen Alben geschätzt. Am 8. November des Jahres kommt ein unter der Regie von Erfolgsproduzent Rick Rubin produziertes, schlicht mit „12 Songs“ betiteltes, neues Werk in den Handel.

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