Franzosen und Amerikaner dominieren Wettbewerb

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Nanni Moretti Poster

Das kommende Festival de Cannes gestaltet sich klassisch: US-Stars und die Crème der europäischen Autorenfilmer gehen in den Wettbewerb um die Goldene Palme.

Einer der wenigen Deutschen in Cannes, allerdings in der Cinéfondation-Jury: Daniel Brühl Bild: Kurt Krieger

Klassisch ist leider auch die Absenz eines deutschen Wettbewerbsbeitrags - nach zwei löblichen Ausnahmen in den Vorjahren, Hans WeingartnersDie fetten Jahre sind vorbei“ (2004) und Wim Wenders‘Don’t Come Knocking“ (2005). Mit deutscher Beteilung entstanden Aki Kaurismäkis „Lights in the Dusk“ - Koproduzent ist die Kölner Pandora Filmproduktion - sowie Ken LoachsThe Wind that Shakes the Barley„, an dem EMC Produktion beteiligt ist.

Neben dem Eröffnungsfilm „The Da Vinci Code“ werden im Wettbewerb gezeigt: aus den USA „Marie-Antoinette“ von Sofia Coppola, „Fast Food Nation“ von Richard Linklater und „Southland Tales“ von „Donnie Darko„-Regisseur Richard Kelly.

Im Wettbewerb um die Goldene Palme: Pedro Almodóvar und Sofia Coppola Bild: Kurt Krieger

Außer Konkurrenz

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Außer Konkurrenz laufen „United 93“ von Paul Greengrass, „X-Men: Der letzte Widerstand“ von Brett Ratner und „Ab durch die Hecke“ von Tim Johnson und Karey Kirkpatrick. Wie erwartet, wird Pedro Almodóvar seinen neuen, in Spanien bereits gefeierten Film „Volver“ vorstellen. Nanni Moretti ist mit seinem ebenfalls schon in seinem Heimatland angelaufenen Berlusconi-kritischen „Il Caimano“ dabei, sein Landsmann Paolo Sorrentino mit „L’Amico del Famiglia“.

Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu ist mit „Babel“ vertreten, der spanische Genre-Regisseur Guillermo Del Toro mit „Pan’s Labyrinth“. Aus Großbritannien ist neben Ken Loach auch Andrea Arnold mit „Red Road“ eingeladen worden. Der türkische Filmemacher Nuri Bilge Ceylan ist mit „Iklimer“ dabei, sein portugiesischer Kollege Pedro Costa mit „Juventude em Marcha“. Einziger asiatischer Beitrag ist „Summer Palace“ des Chinesen Lou Ye („Suzhou River„). Aus Belgien reist Lucas Belvaux mit „La raison du plus faible“ an. Frankreich ist naturgemäß stark im Wettbewerb vertreten mit neuen Filmen von Tony Gatlif (mit dem Abschlussfilm: „Transylvania“ außer Konkurrenz), Bruno Dumont, Nicole Garcia, Xavier Giannoli und Rachid Bouchareb.

Tom Tykwer kommt mit mit "True" an die Croisette Bild: Kurt Krieger

Un Certain Regard

Die offizielle Nebenreihe Un Certain Regard wird mit dem Episodenfilm „Paris, je t’aime“ eröffnet, für den auch die deutschen Regisseure Tom Tykwer und Oliver Schmitz einen Beitrag gedreht haben. In dieser Reihe laufen drei weitere Filme mit deutscher Koproduktion: „Um in den Himmel zu kommen, muss man zuerst sterben“ von Djamshed Usmonov, „You Am I“ von Kristijonas Vidlziunas sowie „Hamaca Paraguaya“ von Paz Encina.

Immerhin sind die Deutschen in der Kurzfilmreihe Cinéfondation sehr präsent, gleich drei deutsche Hochschulbeiträge wurden eingeladen: „Firn“ von Axel Koenzen, „Jaba“ von Andreas Bolm und „Mr. Schwarz, Mr. Hazen & Mr. Horlocker“ von Stefan Müller. Außerdem sitzt Darsteller Daniel Brühl in der Cinéfondation-Jury.

Die Semaine de la Critique und Quinzaine des Réalisateurs geben ihr Programm erst am 26. April bzw. am 3. Mai bekannt.

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