Nancy Meyers

Producerin • Regisseurin • Drehbuchautorin
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Leben & Werk

Amerikanische Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Nancy Meyers hat mit den Kassenerfolgen „Liebe braucht keine Ferien„, „Was das Herz begehrt“ und „Was Frauen wollen“ drei der originellsten romantischen Komödien der Filmgeschichte inszeniert und geschrieben. Ihre Fähigkeit, flüssige, feurige und famose frivole Dialoge zu schreiben, sind für jeden Schauspieler Leckerbissen. Meyers gelingt es, in diesen Ensemblefilmen jedem Darsteller bis zur kleinsten Nebenrolle zu Wortwitz zu verhelfen, das Timing ist ein Genuss und ihre immer geschmackvolle Art, mit Herzblut Krisen, Konflikte und Katastrophen in Beziehungen zu bewältigen sowie dankbare Rollen für ältere Schauspielerinnen haben ihr weltweit unter weiblichen Zuschauern eine treue Gemeinde gesichert.

Meyers Fähigkeit, punktgenaue und persönliche Geschichten zu erfinden, bildete sich heraus, als sie in den 80er- und 90er-Jahren mit Charles Shyer ein Autoren-Duo bildete, das Familienkomplotte wie „Vater der Braut“ (mit Steve Martin und Diane Keaton) und Beziehungsfarcen wie „Triple Trouble“ verantwortete, bei denen Shyer die Regie führte. Dem Paar gelang es, die Qualitäten der Screwball Comedy der 30er- und 40er-Jahre zu modernisieren und dabei nicht an Tiefe zu verlieren. Zu den schönsten Arbeiten des Duos gehören die Journalistenkomödie „I Love Trouble“ (1994) mit Nick Nolte und Julia Roberts als Streithähne im Kampf um einen Scoop, und „Baby Boom“ (1987), einer der ersten Filme, der die Rolle von Karrierefrauen mit satirischem Ansatz und Charme anging und Diane Keaton ein grandioses Comeback als Managerin im Baby-Stress lieferte.

In eigenen Arbeiten paarte Nancy Meyers Keaton in „Was das Herz begehrt“ (2003) mit Jack Nicholson, der als alternder Playboy mit Wolfsgrinsen die Theaterautorin Keaton, die einen sekundenlangen Nacktauftritt wagt, beinahe an den ungewöhnlich charmanten Keanu Reeves verliert. Meyers brachte die immer wundervolle Kate Winslet in „Liebe braucht keine Ferien“ als Redakteurin mit Jack Black als zurückhaltendem Filmmusikkomponist zusammen und Cameron Diaz mit Jude Law. Ein besonderer Coup war Mel Gibson als Werbemann, der in „Was Frauen wollen“ (2000) nach einem Stromstoß die Gedanken der Frauen versteht und das nach Herzenslust ausnutzt.

Nancy Jane Meyers wurde 1949 in Philadelphia (Stadt unsterblicher Screwballs wie „Die Nacht vor der Hochzeit„) geboren, studierte an der American University in Washington, D.C., zog 1972 als Story Editor bei Rastar Productions nach Los Angeles und begann 1979 ihre Zusammenarbeit mit Charles Shyer. Ihre erste gemeinsame Arbeit wurde die Goldie-Hawn-Komödie „Schütze Benjamin„, Geschichte einer verwöhnten jungen Frau, die zur Army geht. Nach der Trennung von Shyer debütierte Meyers 1998 als Regisseurin für Disney Productions mit der Erich-Kästner-Adaption „Ein Zwilling kommt selten allein“ (die „Das doppelte Lottchen“-Story) und entdeckte Lindsay Lohan, die in der Doppelrolle ein beeindruckendes Debüt gab und Teenie-Prinzessin („Girls Club“) wurde.

Von 1980 bis 1998 war Nancy Meyers mit Charles Shyer verheiratet. Lohan trägt in „Ein Zwilling…“ die Namen ihrer beiden Töchter Annie und Hallie.

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