Morgan Freeman wird aus heiliger Stätte rausgeworfen

Alexander Jodl  

Normalerweise ist Hollywood-Legende Morgan Freeman überall ein gern gesehener Gast. Offenbar mit einer Ausnahme.

Eigentlich kennt man Morgan Freeman ja als distinguierten Gentleman mit Stil, der sich in jeder Lebenslage zu benehmen weiß. Kaum zu glauben also, dass ausgerechnet der Hollywood-Veteran aus einer der heiligen Stätten Israels rausgeworfen wurde, weil er sich dort daneben benommen haben soll.

Und doch war es so: Und zwar als der 79-Jährige das Heilige Land bereiste, um Aufnahmen für seine Serie „The Story of God“ zu drehen, in der er die Konzepte von Tod und ewigem Leben in verschiedenen Religionen darstellt.

Natürlich hat der Star aus Filmen wie „The Dark Knight“ oder „Die Unfassbaren“ nicht angefangen, auf heiligem Boden zu randalieren. Aber er gebrauchte ein Wort, auf das viele Religionen allergisch reagieren – und das in dem von ihm bereisten Heiligtum noch dazu verboten ist, wie er lernen musste.

„Es gibt etliche Wörter, die du in bestimmten Gegenden dieser Welt nicht verwenden kannst“, erläuterte Freeman danach in einem Interview. „Eines davon ist ‚Mythos‘. Sage das niemals, wenn du geweihten Boden betrittst. Und ich habe  ‚Mythos‘ gesagt. Worauf es plötzlich hieß: ‚Du da – raus!'“

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Vielleicht hätte die schlichte Bitte, den Ausdruck nicht noch einmal zu verwenden, es auch getan. Denn Pietätlosigkeit oder Mangel an Respekt kann man aus der Wortwahl des Schauspielers nicht wirklich ableiten.

Aber Religionen haben nun mal ihre eigenen Werte und Regeln. „Ich habe diese Neugier über das Leben in mir“, erläuterte Freeman. „Und eines der Dinge, von denen das Leben umgeben ist, ist der Tod – und die Frage, was danach kommt. All das ist eingekapselt in unseren Vorstellungen von Gott und Religion.“ Religiösen Mythen, wie man auch sagen könnte. Aber offenbar nicht darf. Zumindest nicht überall.

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