Morgan Freeman

Morgan Freeman

Leben & Werk

Müde gewordene, alternde Profis auf beiden Seiten des Gesetzes sind Morgan Freeman auf den Leib geschrieben. Diese Figuren haben im Lauf ihres Lebens einen Hang zu Resignation und Melancholie entwickelt, stehen aber ihren Mann, wenn sie gefordert sind, und bekommen dabei wieder das alte Leuchten in die Augen, überzeugen mit Charme und Nachdenklichkeit, und sind teils als tragikomische Charaktere angelegt.

Ob als Cop, der mit Brad Pitt einen Serienmörder jagt (“Sieben”), oder als Mastermind, dem ein Coup wegen sintflutartiger Regenfälle misslingt (“Hard Rain“), ob als Zuchthäusler (“Die Verurteilten”) oder als von Sheriff Gene Hackman gefangener und gefolterter Westerner in Clint Eastwoods “Erbarmungslos”: Morgan Freeman ist verlässlich, integer und lässt sich selbst von den Quengeleien einer alten Südstaaten-Lady (Jessica Tandy) in “Miss Daisy und ihr Chauffeur” nicht aus der Ruhe bringen. Drei Mal für den Oscar als bester Haupt- oder Nebendarsteller nominiert, gewann er die Auszeichnung endlich im vierten Anlauf für seine Nebenrolle in Clint Eastwoods Boxerdrama “Million Dollar Baby“.

Freeman spielte in allen Genres, bevorzugte Krimis und Action-Thriller, und arbeitete zwischendurch für Theater und TV. Er debütierte im Film schon 1971, musste aber immer wieder magere Jahre verstreichen lassen, bis mit “Miss Daisy” eine kontinuierliche Filmarbeit begann. Da war der 1937 geborene Freeman schon 50 Jahre alt. Zwei seiner besten Rollen waren der alternde Profi-Killer, der in “Nurse Betty” mit seinem Partner und Sohn eine Kellnerin verfolgt und sich in Erinnerungen verliert, und der Polizeikommissar, der in “Under Suspicion”, dem US-Remake des französischen Krimis “Das Verhör” (von Claude Miller), in einem langen nächtlichen Verhör dem Mordverdächtigen (Gene Hackman, im Original Michel Serrault) letztlich vergeblich zusetzt (die Rolle hatte im Original Lino Ventura).

Freeman beeindruckt in jeder seiner Rollen mit einer unnachahmlich lässigen und ruhigen Spielweise, als souveräner CIA-Direktor in “Der Anschlag” ebenso wie als abgehalfterter Jurist in “High Crimes“, als Gott in Designer-Pracht in “Bruce Allmächtig” oder als ehemaliger Preisboxer, der ein Auge verloren hat, in “Million Dollar Baby”. Als blinder Klavierstimmer bringt er der von Jet Li gespielten menschlichen Kampfmaschine in “Unleashed – Entfesselt” mittels Musik näher, was es heißt, ein Mensch zu sein.

1993 realisierte Freeman mit dem Anti-Apartheid-Film “Bopha!” seinen ersten eigenen Spielfilm.

Als Mitch, dem einzigen Gefährten von Einer Gilkyson (Robert Redford) spielte Morgan Freeman in Lasse Hallströms Film “Ein ungezähmtes Leben” einen Invaliden. Der Alltag der beiden Männer wird aufgebrochen, nachdem Schwiegertochter Jean (Jennifer Lopez) mit ihrer Tochter auftaucht. Unter Star-Kollegen wie Bruce Willis, Josh Hartnett und Ben Kingsley erfüllte er in der Komödie “Lucky Number Slevin” seine Pflichten als Boss, während er als Profikiller Frank Carden im Thriller “The Contract” in Bedrängnis gerät.

Morgan Freeman ist in zweiter Ehe seit 1984 mit Myrna Colley-Lee verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder.

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