Mimi Leder

Mimi Leder

Leben & Werk

Vom Actionfilm zum Melodram, von der Kamerafrau zur Regisseurin: Mimi Leder ist eine der gefragten Frauen in der Hollywood-Filmindustrie, die drei Erfolge nacheinander („Projekt: Peacemaker„, „Deep Impact“ und „Das Glücksprinzip„) aufweisen kann.

Nach dem Besuch des Los Angeles City College schrieb sich Mimi Leder am American Film Insitute ein, wo sie als erste Kamerafrau überhaupt zum Studium zugelassen wurde. Ihre Karriere begann beim Fernsehen, wo sie als Regisseurin und Produzentin von TV-Filmen und Serien („Hill Street Blues“, „L.A. Law„, „Emergency Room“) tätig war und mit dem „Emmy“ ausgezeichnet wurde. Durch „ER“ fiel sie 1995 Steven Spielberg auf, der ihr die Regie für den ersten Film des neuen DreamWorks-Studios anvertraute: „Projekt: Peacemaker“ schildert den Wettlauf von George Clooney als Macho-Colonel und Nicole Kidman als Atomwaffenexpertin um zwei gestohlene Atomsprengköpfe. Auch der Folgefilm „Deep Impact“, der vom Einschlag eines Kometen auf der Erde und den Folgen für den zwei Jahre unbewohnbar bleibenden Planeten berichtet, zeichnet sich durch gekonnte Actionszenen aus, malt Zukunftsvisionen vom Mega-Stau bis zur Überflutung und konzentriert sich auf die Reaktionen der Menschen angesichts eines Kometeneinschlags. In „Deep Impact“ ist erstmals ein schwarzer US-Präsident (Morgan Freeman) Führer der westlichen Welt. Für „Das Glücksprinzip“ konnte Mimi Leder Kevin Spacey und Helen Hunt als Hauptdarsteller gewinnen, die durch Hunts Sohn (HaleyJoel Osment) zusammenkommen. Spacey als innerlich und äußerlich vernarbter Sozialkundelehrer animiert Osment, ein Konzept zur Weltveränderung in Gang setzen, das nach dem Schneeballprinzip funktioniert und zuallererst ihn und Hunt betrifft, dann aber Osment in Schwierigkeiten bringt.

Bei ihren Kollegen gilt Leder als außerordentlich ruhige, coole und routinierte Regisseurin, die respektvoll mit Cast und Crew umgeht.

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