Mike Newell

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Leben & Werk

Mit dem Welterfolg „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ schuf der 1942 geborene Brite Mike Newell auf Anhieb einen Klassiker der romantischen Gesellschaftskomödie. Der Film machte Hugh Grant und Andie MacDowell endgültig zu Superstars und wurde für zwei Oscars nominiert. Erzählt wird eine Geschichte, in der die Liebe zahlreiche Umwege braucht und die Nebenfiguren um das Paar Grant/MacDowell ebenso liebevoll wie das Paar selbst gezeichnet sind und ebensolches Gewicht als Freundesgruppe bekommen.

Newells Kunst der Schauspielerführung großer Ensembles in „Verzauberter April“ und „Eine sachliche Romanze„, der in einem alten Provinztheater spielt, macht aus diesen Filmen Kleinode sorgfältiger Inszenierung mit Darstellern, die allesamt groß aufspielen können. So gewannen Joan Plowright und Miranda Richardson Golden Globes für „Verzauberter April“, und so lieferten sich Al Pacino und Johnny Depp in dem Mafia-Thriller „Donnie Brasco“ ein großes Schauspielerduell in einer Geschichte, die in den 70er-Jahren angesiedelt ist. Die Undercover-Arbeit des Titelhelden (Depp) in der Mafia vereinnahmt ihn in einem Maße, dass seine Ehe darüber in die Brüche geht, und er den Tod seines neuen Freundes (Pacino) in Kauf nehmen muss.

Newell hatte nach jahrelanger TV-Arbeit für Granada Television mit der Alexandre-Dumas-Verfilmung „Der Mann mit der eisernen Maske“ (mit Richard Chamberlain in der Doppelrolle) 1976 mit der Arbeit fürs Kino begonnen. Seinen Durchbruch erlebte er im Zuge des britischen Filmwunders der 80er-Jahre, als er mit „Dance with a Stranger“ die Geschichte der Ruth Ellis (Miranda Richardson) inszenierte, der letzten Frau, die in England hingerichtet wurde.

2003 präsentierte Newell in dem warmherzigen Drama „Mona Lisas Lächeln“ Julia Roberts als unkonventionelle Lehrerin, die ihren Schülerinnen Kirsten Dunst, Julia Stipes und Maggie Gyllenhaal den Weg zum richtigen Leben weist. Im Jahr darauf drehte er in der Nachfolge von Alfonso Cuarón mit „Harry Potter und der Feuerkelch“ den vierten Teil des Franchise um J.K. Rowlings Zauberlehrling: Weniger beängstigend als der Vorgänger, erzählte Newell geradlinig und transparent vom Verlassen der Kindheit und der Entdeckung neuer, unbekannter Gefühle. Ein Jahr später, 2005, wurde Mike Newell mit dem Britannia Award für „Excellence in Film“ ausgezeichnet.

Nach Gabriel Garcia Márquez‘ großem Roman verfilmte er mit internationaler Starbesetzung „Die Liebe zu Zeiten der Cholera“. Javier Bardem als Florentino Ariza schwört Fermina Daza (Giovanna Mezzogiorno) ewige Treue, doch nach einem Trennungsjahr heiratet die Schöne den wohlhabenden Arzt Urbino. Erst nach seinem Tod bittet der Liebeskranke erneut um ihre Hand. Die Filmhandlung erstreckt sich über fünf Jahrzehnte und ist ein Augenschmaus hinsichtlich Ausstattung und Kostümen.

Der Regisseur ist mit der Schauspielerin Bernice Stegers verheiratet, mit der er auch drei Kinder hat.

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