Mike Judge

Schauspieler • Producer • Musiker • Sprecher • Regisseur • Drehbuchautor • Kameramann

Leben & Werk

Amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller. Der Schöpfer von Beavis & Butt-Head veränderte mit seinen beiden zu Kultfiguren gewordenen „Hirnis“ das Fernsehen und bereitete mit der im Musik-Kanal MTV erfolgreichen Animationsserie den Weg für „King of the Hill“, „South Park“, „American Dad“ und (bedingt) für Sacha Baron Cohen (Ali G, Borat, Bruno). Aus der „Beavis & Butt-Head“-Show (1993-1997) um die fernsehsüchtigen Heavy-Metal-Fans und Couch Potatoes, die politisch unkorrekt über das Fernsehprogramm lästern (wie Statler und Kumpel in der „Muppet Show“), ging 1996 der Kinofilm „Beavis & Butt-Head machen’s in Amerika“ hervor, wo sie aus der Lethargie gerissen werden, weil ihr geliebtes Fernsehgerät gestohlen wird. Nach „Beavis & Butt-Head“ entwickelte Mike Judge für Fox Network die satirische Animationsserie „King of the Hill“ (227 Episoden 1997-2009) um eine texanische Familie, die, ähnlich wie die „Simpsons“, mit Problemen in allen Lebenslagen zu kämpfen haben und mit politisch aktuellen Anspielungen populär wurden.

Als Regisseur von Spielfilmen inszenierte Judge die aus seinem gleichnamigen Zeichentrickfilm „Office Space“ hervorgegangene Komödie „Alles Routine“ (1999, mit Ron Livingston und Jennifer Aniston), in der Angestellte eines Großraumbüros revoltieren. Judges Sci-Fi-Komödie „Idiocracy“ (2006) führt Luke Wilson als vom Militär eingefrorenes Versuchskaninchen 500 Jahre später in eine verblödete Welt, in der er der einzige intelligente Mensch ist. 2009 inszenierte er die Komödie „Extract“ um den Besitzer einer Pflanzensaftextraktionsfabrik (Jason Bateman), der mit privaten Problemen und Konkurrenten zu kämpfen hat.

Mike Judge wurde 1962 in Guayaquil, Ecuador, als Sohn eines Anthropologen und einer Bibliothekarin geboren und wuchs in Albuquerque, New Mexico, auf. 1985 erwarb er sein Diplom in Physik an der University of California in San Diego und arbeitete für eine Firma, die elektronische Systeme testete. Er kündigte, zog nach Richardson, ein Vorort von Dallas, Texas, und brachte sich mit einem Buch die Kunst der Animation bei. Mit einer Bolex-Kamera fertigte er 1991 in sieben Wochen seinen ersten Animationsfilm „Office Space“, in dem erstmals der frustrierte Büroangestellte Milton auftaucht. Ebenfalls 1991 entwickelte er im Kurzfilm „Frog Baseball“ die beiden Charaktere Beavis & Butt-Head, zeigte den Film auf dem Animationsfilmfestival in La Jolla, Kalifornien, und wurde von MTV angesprochen. Aus den geplanten 35 Episoden wurden 195 Folgen.

Mike Judge ist Synchronsprecher aller „Beavis & Butt-Head“-Charaktere, spricht in „South Park“ (1999; als Kenny) und in „The Goode Family“ (2009). Als Schauspieler in Realfilmen trat er in Robert Rodriguez‘ drei „Spy-Kids“- Abenteuern auf, war Gast in „Frasier“ (2003) und den „Jackass„-Filmen. 2003 gründete er das Animationsfilmfestival The Animation Show.

Judge wurde 1999 für „King of the Hill“ mit dem Emmy Award ausgezeichnet und 2004 für sein Gesamtwerk mit dem Annie Award.

Von 1988 bis zu ihrer Scheidung war Judge mit Francesca Morocco verheiratet, mit der er zwei Töchter hat. Mit Katrina Bronson hat er einen Sohn.

Filme und Serien

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