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Leben & Werk

Mike Figgis ist einer der innovativsten und abenteuerlichsten Regisseure des Kinos. Seine kompromisslose Studie eines sich systematisch zu Tode trinkenden Drehbuchautors in „Leaving Las Vegas“ errang vier Oscar-Nominierungen sowie Oscar und Golden Globe 1996 für Hauptdarsteller Nicolas Cage, der in der Ballade des heiligen Trinkers eine seiner größten Charakterdarstellungen ablieferte. Der zwischen England und den USA pendelnde, 1948 in Carlisle geborene Mike Figgis lebte die ersten acht Jahre seines Lebens in Kenia, wovon seine autobiografisch getönten Erzählfragmente in „Loss of Sexual Innocence“ (1998) erzählen, in dem Julian Sands einen Kameramann in Afrika spielte. Zurück in England, zog Figgis mit den Eltern nach Newcastle, das den Hintergrund für sein Spielfilmdebüt „Stormy Monday“ (1987) abgibt, in dem Barbesitzer Cosmo (gespielt von Sting) sich gegen US-Spekulanten unter Führung von Tommy Lee Jones behaupten muss. Figgis, der selbst die Musik für den Film schrieb, hatte Musik studiert, spielt Trompete und Gitarre und trat einige Jahre mit der R&B-Gruppe „Gas Board“ auf, zu der auch Brian Ferry gehörte. In den 70ern tourte Figgis mit der Experimental-Theatergruppe „The People Show“ durch die Welt, bevor er sich aufs Drehbuchschreiben und die Filmarbeit konzentrierte. Sein Cop-Film „Internal Affairs“ (1989) ist einer der besten des Genres mit seinem Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem internen Polizeiermittler (Andy Garcia) und einem korrupten Cop (Richard Gere in einer seiner wenigen glanzvollen ambivalenten Rollen), der zum Mörder wird. In Hollywood inszenierte der Brite, der Freunden aus der Musikszene zu Cameos in seinen Filmen verhalf, Liebesfilme („Mr. Jones“, mit Lena Olin und Richard Gere; „One Night Stand“, mit Nastassja Kinski und Wesley Snipes), den Krimi „Liebestraum“ (mit Kim Novak, die damit 1991 noch einmal im Film auftrat) und adaptierte mit „The Browning Version - Schrei in die Vergangenheit“ ein Theaterstück von Terence Rattigan. 2000 erregte Figgis Aufsehen mit dem Filmexperiment „Time Code“: Gleich vier Mal drehte er mit verschiedenen digitalen Kameras, von denen er eine selbst bediente, vier scheinbar voneinander unabhängige Plots, die sich später immer mehr ineinander verzahnen. Das Konzept einer Ehekrise war vorgegeben, doch mussten die Schauspieler (Stellan Skarsgard, Salma Hayek, Holly Hunter, Jeanne Triplehorn, Kyle McLachlan) auf dieser Basis den Ablauf der Handlung improvisieren. Im Kino werden die vier Filme gleichzeitig auf eine in vier Rechtecke aufgeteilte Leinwand projiziert. Damit hat der Brite, der 1999 den Film „Miss Julie“ in extrem langen Einstellungen gedreht hatte, Ernst gemacht mit einem „93 Minute Take“ am Stück, was durch die Verwendung einer Digitalkamera möglich wurde.

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Videos und Bilder

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