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Michael Rooker

Michael Rooker

Leben & Werk

Herzlicher Bösewicht, liebenswerter Psychopath, sympathischer Killer – Michael Rooker ist der Kerl, dem Mann nachts nicht allein im Dunkeln begegnen will. Obwohl er doch bloß nach einer Chance sucht, für seine Schuld zu büßen. Dass man Rooker trotz all der Gemeinheiten, die seine Figuren begehen, unbedingt ins Herz schließen muss, liegt wohl an den herausragenden Leistungen des erfahrenen Darstellers.

Vom fiesen Serienmörder in “Henry: Portait of a Serial Killer“ über den motorradfahrenden Fiesling in “The Walking Dead“ zum blauen Kopfgeldjäger-Fiesling in “Guardians of the Galaxy“ – vielleicht liegt es am kernigen Auftreten des amerikanischen Schauspielers Michael Rooker, dass er auf die Rolle des Bösewichts gebucht ist. Dabei hat Rooker, der am 6. April 1955 in Jasper, Alabama geboren wurde, inzwischen in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt. In manchen davon sogar als Goodguy.

Zwischen Stallone und Schwarzenegger – Michael Rooker im Actionkino der 80er

Seinen Durchbruch hatte Rooker jedoch als Badguy. In “Henry: Portait of a Serial Killer” übernahm der Amerikaner im Jahr 1986 die Rolle des titelgebenden Serienkillers. Der Film war so kontrovers, dass er erst drei Jahre nach seiner Premiere in die Kinos kam. Trotzdem machte sich der Auftritt für Rooker bezahlt. Nachdem er in den 60ern nach Chicago gezogen war, um Schauspiel zu studieren, brachte ihm die eindrucksvolle Performance eine ganze Reihe von Auftritten in Hollywoodfilmen ein.

Neben Brian Thompson ist Rooker heute der einzige Schauspieler, der es geschafft hat, in unterschiedlichen Filmen an der Seite der drei großen Actionhelden der 80er Jahre aufzutreten. So spielte Rooker in Sylvester Stallone in “Cliffhanger” mit, in Arnold SchwarzeneggersThe 6th Day“, in Jean-Claude Van DammesReplicant” - und gehört damit fast selbst zu den großen Actionhelden. 

Und die Goodguys. In den späten 80ern, Anfang der 90er Jahre sieht es damit schlecht aus. Stattdessen spielt er in dem Klassiker “Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses” einen rechtsradikalen Mörder, wird in Al PacinosSea of Love – Melodie des Todes” zum eifersüchtigen Ehemann und überzeugt als korrupter Baseballspieler in “Eight Man Out” sein Team davon, die Meisterschaft absichtlich zu verlieren. In Oliver Stones kontroversen Politthriller “JFK -Tatort Dallas” spielt Rooker darüber hinaus einen zwielichtigen Rechtsanwalt.

Der Weg zu “The Walking Dead” und “Guardians of the Galaxy”

In den 90ern hat sich Michael Rooker bereits einen festen Platz im Hollywood-Ensemble. In “Tage des Donners” darf er deshalb zum ersten Mal auch von der gewohnten Rolle als Bösewicht abweichen. Zwar ist der Rennfahrer Rowdy Burns anfänglich der Kontrahent von Cole Trickle (Tom Cruise) und beileibe kein Charmebolzen – doch der Film erzählt vom Beginn einer Freundschaft, die beide Rennfahrer am Ende zusammenschweißen wird. Und wie wichtig die Freundschaft ist, kann man auch an Michael Rookers Karriere ablesen.

Denn seine Rolle in Blockbustern wie “Guardians of the Galaxy Vol. 2” hat Rooker der alten Freundschaft zu Regisseur James Gunn zu verdanken. Bereits in dem Horrorstreifen “Slither – Voll auf den Schleim gegangen“, in dem Rooker den Wirt für einen außerirdischen Organismus spielt, haben die beiden zusammengearbeitet. Seitdem überschneiden sie die Lebenswege der beiden immer wieder – zuletzt in der “Battle Royale“-Hommage “The Belko Experiment“.

Doch neben der Rolle des außerirdischen Kopfgeldjägers Yondu ist Michael Rooker heute vor allem als Merle Dixon, den Bruder von Publikumsliebling Daryl Dixon (Norman Reedus) in der AMC-Serie “The Walking Dead” bekannt. Zumal er mit einer selbstgebauten Messerprothese über eine der originellsten Waffen der Serie verfügt. Dabei ist Michael Rooker sowohl als Yondu als auch als Merle Dixon zwar immer ein Fiesling, aber trotzdem ein Fiesling mit Herz und nachvollziehbaren Motiven – ein Bösewicht, den man lieben kann.

Michael Rooker privat

Harte Schale, weicher Kern? In Interviews gibt Rooker trotz seines bärbeißigen Auftretens überraschend witzig und charmant. Zwar ist der Schauspieler Teileigentümer eines Schießstandes und beherrscht die japanische Kampfsportart Aikido, doch Angst muss man vor Rooker nicht haben. Der Schauspieler ist Vater von zwei Töchtern und mit Margot Rooker verheiratet.

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