Michael Murphy

Schauspieler • Sprecher
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Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler. Mehr als vier Jahrzehnte lang einer der beständigsten und exzellentesten Nebendarsteller des amerikanischen Kinos, ist Michael Murphys Karriere seit ihren Anfängen mit Regisseur und Produzent Robert Altman (1925-2006) verbunden, für den er in einem knappen Dutzend Filmen spielte. Murphys große Zeit waren die 70er-Jahre, als er seit Paul Mazurskys „Eine entheiratete Frau“ (Ehemann von Jill Clayburgh) jenen Typus verkörperte, den er in einem Interview von 2004 selbstironisch „der erste einer Reihe winselnder Yuppies“ nennt; zu ihnen gehört auch College-Professor Yale in Woody Allens „Manhattan“ (1979). Murphy spielte häufig Dozenten, Politiker, Botschafter, Senatoren, Bürgermeister, Richter, Anwälte, Wissenschaftler, liberale Väter und in „The Island“ (1998) Präsident John F. Kennedy, der eine Affäre mit Marilyn Monroe (Sally Kellerman) hat. Murphy, der nur spielt, wenn ihn die Rolle interessiert, brillierte 2007 in Sarah Polleys Regiedebüt „An ihrer Seite“ als an Alzheimer erkrankter Ehemann von Olympia Dukakis, der sich in der Klinik in Patientin Julie Christie verliebt und mit ihr die letzten Tage verbringt.

Michael George Murphy wurde 1938 in Los Angeles als Sohn eines Verkäufers und einer Lehrerin geboren, diente im US Marine Corps, studierte an der University of Arizona in Tucson und an der University of California in L.A. und arbeitete 1962-64 als Englischlehrer. 1963 wurde er, ohne vorsprechen zu müssen, von Altman für die Weltkrieg-II-Serie „Combat!“ (als Panzerschütze) engagiert. Altman prophezeite ihm, er würde nie ein Star, aber viele große Rollen spielen. Seitdem war er in Altmans Filmen Astronaut („Countdown“), Captain ‚Me Lay‘ Marston („M*A*S*H“), Wahlkampfmanager („Nashville“), Senator mit Verbindung zum Mob („Kansas City“) und Präsidentschaftskandidat, Kongressabgeordneter und Senator in der Titelrolle der Politsatiren „Tanner for President“ (1988) und deren Sequel „Tanner on Tanner“ (2004).

Michael Murphy spielte an der Seite von Elvis in der Musikkomödie „Zoff für zwei“ (1967), war Agent Smith, dem in Peter Bogdanovich’s Komödie „Is was, Doc?“ (1972) einer der vertauschten Koffer gehört, Journalist an der Seite von Mel Gibson in Peter Weirs „Ein Jahr in der Hölle“ (1981), Botschafter in Oliver Stones „Salvador“ (1986) und Senator und Vater von Chris Cooper in John Sayles‘ Politsatire „Silver City“ (2004). Murphy lernte 1976 in Martin Ritts Politsatire „Der Strohmann“ Woody Allen kennen, der einen Kassierer und den titelgebenden Strohmann spielte. Allen besetzte ihn als seinen besten, „dauerehebrechenden“ Freund Yale in seinem Meisterwerk „Manhattan“ und danach erstaunlicherweise nie wieder. Im Blockbuster-Kino sah man Murphy als Bürgermeister in „Batman Returns“ (1992) und Vater von Mutant Angel in „X-Men 3“ (2006). Er war Vater von Dominique Swain in „Tart - Jet Set Kids“ (2001) und Großvater von Hilary Duff in „Greta“ (2008).

Michael Murphy wurde 2004 und 2005 als jeweils Bester Nebendarsteller für seine Rolle als Richter in der populären kanadischen Serie „This Wonderland“ mit dem Gemini Award ausgezeichnet.

Michael Murphy lebt in Toronto mit seiner Frau, der Schauspielerin Wendy Crewson („Air Force One“, „An ihrer Seite“), die er 1987 auf dem Set von „Hard Copy“ kennen lernte und 1988 heiratete. Sie haben zwei Kinder.

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