Michael Lonsdale

Michael Lonsdale

Leben & Werk

Er war der Polizist, der den „Schakal“ zur Strecke bringt und das Attentat auf General Charles de Gaulle verhindert, er war der lüsterne Priester in Louis Malles „Herzflimmern“ und gehörte zum Ensemble von Luis Bunuels „Das Gespenst der Freiheit„. Er war auch der Gegenspieler von James Bond 007 (Roger Moore) in „Moonraker“ und in „Der Name der Rose“ einer der Mönche. Neben diesen internationalen Rollen wurde der 1931 in Paris geborene Michael Lonsdale vor allem als Theaterschauspieler sowie als Darsteller in zahlreichen Nebenrollen bekannt, wobei er gleichermaßen Unterhaltungsfilme wie ambitioniertere Stoffe professionell angeht. Lonsdale wirkt mit seiner großen Erscheinung, die durch einen Bart verstärkt werden kann, und die weiche Backenpartie gelegentlich schwülstig, scheint oft geistesabwesend und ist doch im entscheidenden Moment behend und flink. Er spielte unter François Truffaut in „Gestohlene Küsse“, wo er der Besitzer des Schuhgeschäftes und Ehemann von Delphine Seyrig war, und er war einer der fünf Männer, die Jeanne Moreau aus Rache in „Die Braut trug schwarz“ umbringt (in einer Kommode). Er gehörte zum Ensemble von Jacques Rivettes Mammutfilm „Out 1“ und trat auch in Schweizer Filmen auf. Lonsdale gilt als improvisationsfreudig und wirkt auch in TV-Produktionen mit. 1983 inszenierte er einen mittellangen Spielfilm nach Cocteaus „Die geliebte Stimme“.

In „5×2“, einer rückwärts erzählten Ehegeschichte in fünf Episoden, trat er zusammen mit Françoise Fabian als notorisch nörgelnde und dennoch untrennbare Eltern der Protagonistin Marion auf. Unter der Regie von François Ozon spiegelten sie die Beziehungskatastrophe des Hauptpaares wider. In Steven Spielbergs Oscar-nominiertem Drama um die Geiselnahme bei der Olympiade 1972 „München“ wirkte er in einer Nebenrolle als Vater mit und im poetischen Spielfilmdebüt „Adieu schöner schwarzer Vogel“ von Robinson Savary über die Trapezkunst spielte er an der Seite von James Thiérrée. Lonsdale überzeugte als Großinquisitor in „Goyas Geister„, der sich von dem Mönch Lorenzo (Javier Bardem) überreden lässt, durch Goyas Bilder Spione im Dienst der Inquisition einzusetzen.

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