Michael Lehmann

Michael Lehmann

Leben & Werk

Seine Karriere begann mit der rabenschwarzen Rachekomödie um Winona Ryder und Christian Slater, die in „Heathers“ (1989) gegen Nervensägen in High School und Elternhaus antreten. Das kleine Meisterstück, das Spott und satirischen Rundumschlag vereint, stammte von dem in San Francisco geborenen Michael Lehmann, der Kunst und Philosophie studiert, zwei Kurzfilme inszeniert und für Coppolas Zoetrope das experimentelle Video-System überwacht hatte. Erst dann studierte Lehmann Film und schloss mit einem Diplom ab. Auf „Heathers“ folgte eine weitere Satire mit „Applejuice“, in dem sich eine brasilianische Käferspezies für die Zerstörung des Regenwalds rächt, indem sie sich als amerikanische Familie tarnen und eine Nuklearkatastrophe herbeiführen wollen. Doch der American Way of life ist stärker – sie wechseln die Seiten. Satirischen Biss ließ Lehmanns nächster, an der Kasse gescheiterter und von der Kritik unterschätzter „Rififi“ um den Meisterdieb „Hudson Hawk“ vermissen, der als Vehikel für Bruce Willis gedacht war. Willis und Andie MacDowell als Agentin des Vatikans setzen sich in einer Live-Action-Cartoonery gegen rivalisierende organisierte Diebe durch. Wieder in seinem Element war Lehmann in „Airheads“, einer schrillen, „Wayne’s World“ übersteigernden Rock-Komödie um eine „Lone Rangers“ genannte laute Rockgruppe, die einen lokalen Radiosender mit der Wasserpistole überfällt, um ihr Demo-Band zu spielen. Doch die Polizei hält die Debil-Rocker um Brendan Fraser und Steve Buscemi für Terroristen. Der erfolgreiche Spagat zwischen krassem Humor und romantischer Liebeskomödie gelang Lehmann mit „The Truth About Cats and Dogs – Lügen haben lange Beine“, der in freier Anlehnung an die Cyrano-de-Bergerac-Geschichte von einer erfolgreichen Radiomoderatorin (Janeane Garofalo) erzählt, die mit einem befreundeten Fotomodell (Uma Thurman) die Rollen tauscht. Die Verwechslungs- und Situationskomödie mit einem Boxer auf Rollschuhen und anderen originellen Einfällen wies erneut den von Lehmann gewohnten, an Woody Allen erinnernden Wortwitz auf. Für Billy Crystals Produktionsgesellschaft entstand 1999 die Komödie „My Giant“, in der ein chaotischer Agent (Crystal) in Rumänien auf einen 2 Meter 20 großen Mann trifft, den er unbedingt zum Star aufbauen will.

Im Jahr 2002 engagierte er für die Hauptrollen in seiner Komödie „40 Tage und 40 NächteJosh Hartnett und Shannyn Sossamon. Der Webdesigner Matt beschließt aus enttäuschter Liebe, 40 Tage lang auf Sex zu verzichten und lernt genau in der Zeit eine junge Frau kennen, die ihn verführen will. Der Film gewann den Box Office Germany Award. Diane Keaton als geschiedene Frau fühlt sich in der 2007 entstandenen Posse „Von Frau zu Frau“ dazu berufen, den zukünftigen Ehemann ihrer dritten Tochter auszuwählen und findet dabei ihr eigenes Glück. Michael Lehmanns bisher letzte Regiearbeit „Flakes“ drehte er in New Orleans und der Film handelt von einem Musiker (Aaron Stanford), der eine Bar führt und auf die verrückte Miss Pussy Katz (Zooey Deschanel) trifft.

Der am 30. März 1957 in San Francisco geborene Regisseur und Produzent ist mit Holland Sutton verheiratet.

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